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Kalbsnierchen mit Portwein-Balsamico-Rahm

12.07.2012 vonFranz

Erst einmal war da der Urlaub. Vorher und nachher gibt’s auch immer jede Menge zu tun, und in den letzten Wochen kamen lauter Gerichte auf den Tisch, über die man entweder nicht schreiben muss oder von denen hier im Blog schon längst die Rede war. Nachdem jedoch ein treuer Leser sich bereits sorgte und nach meinem Befinden fragte, gibt’s hier endlich Neues aus meiner Küche.

Innereien sind nicht jedermanns Ding. Und auch meine Kindheitserfahrungen haben zu jeder Menge Vorurteilen geführt. Inzwischen weiß ich ein bisschen mehr, wie man’s besser machen kann. Sorgfältig geputzt, richtig zubereitet, fein und beherzt gewürzt haben Spezialitäten wie Leber, Herz und Bries nicht nur jeden Schrecken für mich verloren, sondern  kommen immer wieder gern auf meinen Speiseplan. Aus Kutteln mache ich mir nichts, Blutwurst find’ ich ziemlich köstlich, Andouillette versuche ich zu vergessen. Demnächst stehen Tests mit Lammhirn an, pochiert und dann gebacken. Aber gestern ging’s um Kalbsnierchen: einmal mit Portwein-Balsamico-Rahm und dann mit der klassischen Senfsauce.



========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kalbsnierchen mit Portwein-Balsamico-Rahm
Kategorien: Innereien, Kalb
Menge: 4 Portionen (als Vorspeise für 8 Personen)

Zutaten

H FLEISCH
2 Kalbsnieren
Weizendunst
Butterschmalz
Feines Meersalz
H SAUCE
1 Rote Zwiebel, mittelgross
1 Knoblauchzehe
50 ml Balsamico
100 ml Portwein
100 ml Weisswein
150 ml Kalbsjus (oder Fond)
100 ml Sahne
Etwas Kalte Butter
Bunter Pfeffer
Piment d’Espelette
Meersalz

Quelle

Erfasst *RK* 12.07.2012 von
www.einfachkoestlich.com

Zubereitung

Kalbsnieren quer in 1-2 cm breite Scheiben schneiden. Mit einer scharfen Haushaltsschere alles Weiße aus den Scheiben schneiden.

Geputzte Nierenscheibchen 2-3 Stunden kalt wässern, das Wasser dabei 2 x austauschen.

Für die Sauce die geschälte rote Zwiebel in kleine Streifchen schneiden und in Butterschmalz langsam hellgelb anrösten, einen Teil der Zwiebelstreifchen für die Deko abnehmen. Die feingewürfelte Knoblauchzehe mit den restlichen Zwiebeln in der Pfanne kurz an dünsten, dann zuerst mit dem Balsamico, darauf nacheinander mit 2/3 des Portweins, dem Weißwein, Kalbsjus und Sahne ablöschen, jeweils einkochen lassen, pürieren. Sauce mit den Gewürzen kräftig abschmecken, warmhalten.

Die Nierenstückchen mit Küchenkrepp abtrocknen, evtl. hauchdünn mit Weizendunst abpudern, mit Butterschmalz in einer sehr heißen Pfanne auf beiden Seiten je 2 min. braten, bis sie leicht angebräunt sind. Nicht zu viel Stücke gleichzeitig braten, da sie sonst Wasser ziehen.

Die angebratenen Nierchen in einem Sieb zum Abtropfen warmstellen. Wenn alle Fleischstücke angebraten sind, das Fett abgießen und den Pfannensatz mit dem restlichen Portwein loskochen. Dann die Sauce zugeben, nochmals pikant abschmecken, bei Bedarf noch weiter einkochen lassen, zuletzt ein Stück kalte Butter einschwenken.

Nierchen auf einen Saucenspiegel legen, etwas Fleur de Sel anstreuen und mit den Zwiebelstreifchen belegen. Als Vorspeise (für 8 Personen) mit etwas angebratenem Weißbrot oder als Hauptspeise mit buttrigen Stampfkartoffeln. Dafür sollte man aber mindestens die doppelte Menge Sauce kochen.

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Keine Frage, das war köstlich.

Und was ist mit der Senfsauce? Also:

Eine feingeschnittene weiße Zwiebel weichdünsten, 1 Knoblauchzehe dazu, Weißwein, Kalbs- oder Rinderfond, Sahne, 2 EL körniger Senf, etwas Senfpulver (Coleman’s), Zucker, Salz, Pfeffer, Butter.

Bratsatz mit Weißwein ablöschen, Sauce dazugeben, abschmecken. Gebratene Nierchen kurz in der Sauce heißschwenken. Auf jeden Fall mit Püree servieren!


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2 Responses to “Kalbsnierchen mit Portwein-Balsamico-Rahm”

  1. Ulrich Funkenberg sagte:

    Hallo Franz,

    schön das du so schnell reagiert hast … und “ja” ich finde deine Ferienzeit ist vorbei … und damit du nicht alleine stehst auf weiter Flur mache ich am Wochenende “Rinones al jerez” Nierchen in Cherrysauce …

    Lieben Gruß, Ulrich

  2. Thea sagte:

    Heute hatte ich ebenfalls vor, mich nach dem Befinden zu erkundigen. Und nicht nur, dass es wieder etwas zu lesen gibt, nein, auch eine meiner Leibspeisen. Ich liebe nämlich Innereien, schon seit Kindertagen. Danke!