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Viel mehr als nichts

22.02.2008 vonFranz

Jota bedeutet “Tüpfelchen”, “fast nichts”. Doch so kommt diese Wintersuppe aus dem Friaul nicht daher, sondern vielmehr kräftig, deftig, nahrhaft. Ich wollte sie schnell noch mal kochen, bevor der Winter endgültig adieu sagt.
Die genussmousse-crew hat eine österreichische Variante mit Sauerkraut vor einiger Zeit bereits gepostet. Ins friaulische Original , das behaupten jedenfalls die Autoren des Kochbuchs, aus dem ich das Rezept habe, kommt dagegen roher Weißkohl, in Triest garbucci genannt. Hier jetzt also das Rezept aus Norditalien.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4

Titel: Jota (Kraut- und Bohnentopf)
Kategorien: Eintopf, Suppe
Menge: 4-6 Portionen

Zutaten:
140 Gramm Borlottibohnen
60 Gramm Schwarze Bohnen
1 Scheibe Speck
1 Zwiebel
3 Kartoffeln
1 klein. Weißkohl
1/2 Teel. Kümmel
2 Lorbeerblätter
6 Essl. Olivenöl
2 Ltr. Brühe
3 Knoblauchzehen
20 Gramm Getrocknete Tomaten
Glatte Petersilie
4 Essl. Maismehl (feine Polenta)
Salz, Pfeffer

Quelle:
frei nach Bleuel/Aufschnaiter “Venetien & Friaul”
– Erfasst *RK* 22.02.2008 von
– http://www.einfachkoestlich.com

Zubereitung:
Bohnen getrennt über Nacht in reichlich Wasser einweichen, abgießen.

Die schwarzen Bohnen mit einer Knoblauchzehe in Brühe aufsetzen und etwa 1 Std. weichkochen, abgießen.

Speck in Olivenöl anbraten, gewürfelte Zwiebeln zugeben und mitdünsten, dann mit 1 L Brühe ablöschen. Die eingeweichten Borlottibohnen zufügen, ebenso den feingehackten Knoblauch und die Lorbeerblätter. Nach etwa 20 min. nochmals 1 L Brühe, die geschälten, gewürfelten Kartoffeln und etwa 4 EL Maismehl zufügen für weitere ca. 20 min. bei gelegentlichem Umrühren köcheln lassen.

In einem anderen Topf den fein geschnittenen Weißkohl in Olivenöl anbraten, Kümmel und Trockentomaten in kleinen Stücken zugeben, salzen, pfeffern.

Schließlich den Weißkohl zum Bohnentopf geben, abschmecken.

Servieren in Suppentassen mit dem kleingeschnittenen Speck und glatter Petersilie.

=====

Ich habe das Rezept meinem Geschmack etwas angepasst. Außerdem hatte ich nur einen Rest Borlottibohnen im Haus. Zusammen mit den schwarzen Bohnen, die allerdings viel länger vorgekocht werden müssen, sieht die Suppe auch noch sehr schön aus. Das Originalrezept kennt nur weiße Bohnen, keine Zwiebel, keine Trockentomaten und Petersilie, dafür zusätzlich noch eine Mehlschwitze.

Wer mag, gibt etwas frisches Olivenöl über die Suppe. Auch mit Parmesan bestreut schmeckt mir Eintopf toll (obwohl er ja eigentlich ein „Zweitopf“ ist).

Ähnlich und nicht ganz so deftig ist der Spitzkohl-Suppeneintopf mit Riesenbohnen . Einfach mal probieren.


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One Response to “Viel mehr als nichts”

  1. Petra sagte:

    Ja, jetzt muß man noch mal schnell Wintergerichte kochen, der Frühling klopft ja schon stark an…
    Klingt gut das Süppchen!
    Viele Grüße

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