Hausmannskost
21.11.2008 vonFranz

Natürlich möchte ich nicht jeden Tag das Gleiche essen. Aber ständig Neues auszuprobieren geht mir auch zu weit. So stehen je nach Jahres- und Erntezeit auch immer wieder die Leibgerichte und Speisen auf unserem Tisch, die uns besonders gut geschmeckt haben: Risotti, Aufläufe, Suppen, Pasta, Pasta, Pasta …
Über Vieles davon habe ich hier in meinem online-Kochbuch bereits berichtet. Und immer wieder über das Gleiche zu schreiben, würde auch mir fad. Deshalb kommt es nach zwei Jahren Foodbloggen wohl zu größeren zeitlichen Abständen zwischen den Artikeln.
Dennoch besuche ich natürlich regelmäßig die Blogs vieler „Kollegen“, immer gespannt und beeindruckt von der ungeheuren Kreativität und dem großen Eifer, mit dem sie – oft täglich – über ihre Küchenabenteuer berichten. Gern würde ich sie auch mal persönlich kennenlernen und hoffe, dass irgendwann wieder ein Treffen wie z. B. „fress:publica“ im April dieses Jahres zustande kommt, an dem ich dann auch gern teilnähme.
Aber zurück zur täglichen Hausmannskost, mal gekocht so-wie-immer, mal aus verschiedenen Gerichten zusammengeklaubt, so wie gestern:
Hühnerklößchen mit Curryrahm und Rosenkohl-Kartoffelstampf
Bei 4 Personen sollte man von je 400 g Rosenkohl und Kartoffeln ausgehen. Den Rosenkohl putzen, die Röschen halbieren und in stark gesalzenem und etwas gezuckertem Wasser ca. 6-8 min. kochen, abschütten, eiskalt abschrecken, abgetropft beiseite stellen.
Die Kartoffeln schälen, mittelgroß würfeln, in Salzwasser ca. 10 min. gar kochen, abschütten.
Jetzt den Rosenkohl dazugeben, etwas Zitronensaft, eine Handvoll frisch geriebenen Parmesan, 80 g Butter, Muskatnuss, Salz und Pfeffer, alles mit dem Stampfer verrühren – warmhalten.
Für den Curryrahm 1 EL Mehl und 1 EL Currypulver (nach Geschmack und Schärfe) in 3 EL Butter anschwitzen, mit Milch und Hühnerbrühe ablöschen, etwas Zucker und Zitronensaft zufügen und zu gewünschter Konsistenz einkochen, bzw. mit Flüssigkeit verdünnen, etwa 7 min. unter Rühren leicht kochen lassen, mit 1 TL körnigem Senf, Salz, Pfeffer und Piment d’Espelette abschmecken, warmhalten.
Für die Hühnerklößchen ein Doppelfilet putzen, dann in 1-2 cm große Stückchen würfeln.
Drei Scheiben frisches Toastbrot entrinden und fein würfeln. Eine mittelgroße Zwiebel fein würfeln und in etwas Butter und 1 EL Brühe weichdünsten, abkühlen lassen.
Hühnerfleisch, Brot und Zwiebel im Blitzhacker kurz vermischen (nicht zermanschen), am besten in zwei Partien.
Dann würzen mit Salz, Pfeffer und getrockneten Estragonblättchen und mit einem verquirlten Ei und ein paar Spritzern Worchestershire-Sauce gut vermischen.
Mit zwei Teelöffeln kleine Klößchen formen und in Butterschmalz ausbraten.

Dekoriert habe ich mit Chilifäden. Das sieht zwar ganz nett aus, aber trocken aufgelegt find’ ich sie nur pieksig. In Wasser eingeweicht pappen sie dagegen wie Haare zusammen. Also: vor dem Dekorieren nur kurz durch heißes Wasser ziehen.

Guten Appetit.
- 7 Kommentare »
- Posted inAlltagsküche


































amFriday, 21. November 2008 um15:49 Uhr
ich stimme dir zu: man kann einfach nicht immer nur ausprobieren
der name Hühnerklößchen mit Curryrahm und Rosenkohl-Kartoffelstampf wird dem gericht nicht gerecht. wunderschön angerichtet!!!! besonders den curryrahm finde ich interessant. lg
amFriday, 21. November 2008 um17:30 Uhr
Schönes Rezept. Den Rosenkohl-Kartoffel-Stampf finde ich interessant.
amFriday, 21. November 2008 um18:27 Uhr
Das mit den größeren zeitlichen Abständen zwischen deinen Artikeln finde ich mehr als schade (wo ich doch einer deiner größten Fans bin
!!), aber ich hoffe mal, dass du dir das noch ein bisschen überlegst?! – Kennenlernen, ja das wäre sehr interessant. – Deine sogenannte Hausmannskost klingt wieder sehr gut und sieht sehr ansprechend aus!
amFriday, 21. November 2008 um18:34 Uhr
Diese Hausmannskost macht dem Namen Deines Blogs alle Ehre
Ich fände es auch sehr schön, wenn im nächsten Jahr wieder ein Treffen zustande käme.
amFriday, 21. November 2008 um22:50 Uhr
Wenn so Hausmannskost aussieht wäre ich seeehr gerne täglich Gast bei dir;-))) Tolle Bilder ich bin ganz hin und weg. Im übrigen gebe ich dir recht, man hat nicht immer Lust ständig Neues zu kochen. Die Lieben zuhause essen gerne die bewährten “Hausgerichte”.
amSaturday, 22. November 2008 um06:51 Uhr
auch an schon einmal gebrachte Gerichte würde ich mich gerne erinnern lassen.
amSaturday, 22. November 2008 um17:15 Uhr
Ich bin eh ein grosser Fan von Hausmannskost!!!
Und, na ja, Köln und D’Dorf sind ja nicht so weit entfernt, dass müssten wir mal hinkriegen, wenn ich in K. bin! Allerdings bekomme ich nach etlichen Beulen ( Pariser Fahrstil) kein Auto von meiner Familie mehr geliehen…..es gibt ja auch die Bahn!