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Vom Guten der Beeten

22.12.2009 vonFranz

Wenn einer Rote Bete nicht mag, liegen auch dafür die Gründe oft in der Kindheit. Ich weiß noch, dass mir die kalten, dicken Scheiben einfach nur viel zu sauer waren, und wehe, man bekam den Saft auf die Fingerchen: wie verwundet sahen die dann aus, Gefahr, Gefahr!
Wenn ich mich recht erinnere, aß meine Oma die Beeten gern zu Königsberger Klopsen, wo sie dann auf ihrem Teller in die helle Sauce rosa ausbluteten – oh Mann!!

Noch nachhaltiger traumatisiert durch Rote Bete war meine Frau. Hatte ich im Laufe der Jahre die roten Knollen schätzen gelernt, beharrte sie weiter auf deren grundsätzliche Ablehnung. Reflexhaft kreuzte sie stets die Zeigefinger und streckte ihre Arme abwehrend gegen die Knollen.

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