Einer für alles
24.11.2008 vonFranz

Fritelle di pasta lievitata al timo – noch ein Rezept aus der LA CUCINA ITALIANA 06/08 (S. 15). Sie machen’s aus “fertigem Weizenhefeteig”, Oliven, Knoblauch, Thymian. Ich mache die Kügelchen aus meinem Weizenbrotteig, von dem ich meistens etwas im Kühlschrank habe, für solche Fälle und noch für viel mehr.
Geknetet wird der Teig aus 500 g Weizenmehl, 10 g frischer Hefe, die in 300 ml lauwarmem Wasser aufgelöst ist, 10 g Salz und 10 g Zucker. Wenn der Teig sich von der Knetschüssel löst – manchmal ein bisschen mehr Mehl, dann wieder ein bisschen mehr Wasser – kommt er in einen großen Kunststofftopf mit Deckel. Der sollte etwa das dreifache Volumen der Teigmenge haben und verschwindet dann für mindestens eine Nacht bis zu 5, 6 Tagen im Kühlschrank. Da entwickelt der Teig seine Aromen, je länger, desto mehr. Im Grunde ist es das Baguette-Rezept von Lea Linster.

Die Hälfte davon wird tags drauf mit 40 g feingeschnittenen schwarzen Oliven (nicht die salzigen), 2 EL abgezupften Thymianblättchen und einer feinst gewürfelten Knoblauchzehe verknetet und zu etwa 20 kleinen Bällchen gerollt. Eine Stunde gehen die Bällchen abgedeckt vor sich hin und werden dann in heißem Öl goldbraun ausgebacken, abtropfen lassen, fertig. Ein schöner Snack zum Wein.

Manchmal backe ich auch ein kleines Brot aus der gleichen Teigmenge, z. B. mit viel Rosmarin. Oder einfach ein Baguette.

Aus der Hälfte des Restes habe ich diesesmal kleine knusprige Fladen in Öl ausgebacken, im Grunde Weißbrotkruste pur.

Und das letzte Viertel wurde zu einer köstlichen Ficelle.

Das ist ein kleines, dünnes Baguette, was nur die Hälfte wiegt. Für Krustenfans: doppelt köstlich.
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