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kurz und bündig

01.08.2010 vonFranz


Kurz, bündig und aufschlussreich sind die Rezeptnamen im “weißen” Kochbuch aus dem River-Cafe, z.B. Aprikosen, Melasse, Ingwer.

Heraus kommt ein Dessert, das man sich jetzt in der Aprikosen-Hochzeit nicht entgehen lassen sollte.

Anders als in London steht bei mir Melasse nicht unbedingt im Küchenschrank, also nehme ich schlicht den Rohrzucker heraus. Und, zugegeben, gehören dann noch ein paar mehr Zutaten als die im Titel genannten dazu. Jedenfalls kommt ein einfaches und köstliches Dessert dabei heraus.


========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Aprikose, Ingwer usw.
Kategorien: Dessert
Menge: 4 Portionen

Zutaten

12 Reife Aprikosen
Butter
Rohrzucker
Frischer Ingwer
Zitronensaft
50 Gramm Mandelspäne
200 ml Creme fraiche

Quelle

nach “Italienisch Kochen / River Cafe”
Erfasst *RK* 01.08.2010 von
www.einfachkoestlich.com

Zubereitung

Backofen auf 180 Grad C vorheizen. Eine Auflaufform mit Butter ausstreichen. Aprikosen halbieren und entsteinen, nebeneinander in die Form setzen.

Auf jede Aprikosenhälfte einen kleinen Teelöffel Rohrzucker, ein bis 2 dünne Scheiben frischer Ingwer und einen Stick Butter häufen, mit etwas Zitzronensaft beträufeln. Im vorgeheizten Ofen 30 min. backen.

Creme fraiche glatt rühren, Mandelspäne in einer trockenen Pfanne leicht anbräunen.

Aprikosen auf einem Klecks Creme fraiche anrichten, mit dem ausgetretenen Saft-/Buttergemisch begießen und mit den Mandelblättchen bestreut servieren.

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‘rinn in die Kartoffeln !

30.06.2010 vonFranz


Eigentlich sind die kleinen, fast überreifen Früchtchen viel zu schön, um sich verstecken zu müssen. Wenn’s aber um Marillenknödel geht, wird mir jeder beipflichten: nix wie ‘rinn in die Kartoffeln!



========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Marillenknödel
Kategorien: Dessert, Klöße
Menge: 20 Stück

Zutaten

H KARTOFFELTEIG
900 Gramm Mehligkochende Kartoffeln
110 Gramm Mehl
40 Gramm Kartoffelstärke (z. B. Mondamin)
2 Eigelb
Salz
H FÜLLUNG
20 klein. Sehr reife Aprikosen
20 Stücke Würfelzucker
Marillenschnaps oder -Likör
2 Essl. Gehobelte Mandeln
3 Essl. Semmelbrösel
80 Gramm Butter; ca.
H VANILLESAUCE
250 ml Milch
1 Essl. Butter
1 Vanilleschote
40 ml Ahornsirup
2 Eigelb

Quelle

Erfasst *RK* 28.06.2010 von
www.einfachkoestlich.com

Zubereitung

Für die Vanillesauce die Vanilleschote auskratzen. Samen und Schote mit der Butter und dem Ahornsirup in der Milch aufkochen und etwa 1 Std. neben dem Herd ziehen lassen.

Die Kartoffeln schälen, weichkochen (besser: dämpfen), sofort durch eine Kartoffelpresse drücken und gut ausdampfen lassen. Zu den ausgekühlten Kartoffeln Mehl, Kartoffelstärke, Eigelb und eine Prise Salz geben. Das Ganze rasch (!) zu einem festen Teig verkneten.

Den Kartoffelteig in 20 gleich große Stücke teilen. Aprikosen halb aufschneiden, entsteinen und mit einem Stückchen Würfelzucker füllen, etwas Marillenschnaps darüberträufeln mit einem Kartoffelteigstück umhüllen und zu einem Kloß formen. Nur so viel Teig nehmen, dass die Frucht sicher umhüllt ist, der Teig sie aber nur so dünn wie möglich umschließt. Mit beiden Händen rund rollen und abschließend mit einem dünnen Film Kartoffelmehl überziehen. In reichlich Salzwasser bei 90°C sieden lassen. Nach etwa 10 Minuten die Klöße – sie sollten inzwischen an die Wasseroberfläche gestiegen sein – aus dem Wasser nehmen und kurz auf einem Brett abtropfen lassen.

Semmelbrösel und Mandelhobel mit der Butter in einer Pfanne anbräunen. Die abgetropften Knödel darin wälzen und auf der Vanillesauce anrichten.

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Und so kommen sie raus aus die Kartoffeln.
Sind sie als Dessert gedacht, sollte man mehr Süße bei der Sauce gegen die herzhafte Säure der Aprikosen stellen. Ein Pärchen bildet dann eine gut bemessene Portion.

Als Hauptgericht belasse man es bei den Rezeptmengen, nicht pappig süß und mächtig, sondern luftig leicht und erfrischend werden sie dann sein. Vier bis fünf Knödel pro Nase werden davon locker weggeputzt.

Damit ist beinahe alles gezeigt und gesagt.

Außer, dass dieser Kartoffelteig natürlich auch für Kartoffelknödel und Gnocchi bestens geeignet ist – samtig zart werden sie und zerfallen im Wasser dennoch nicht, obwohl der Mehlanteil mit etwa 10% sehr gering ist. Zur Sicherheit werden die großen Knödel vor dem Sieden zusätzlich in Kartoffelmehl gehüllt.

Wäre es gewagt zu behaupten, man könne zu jeglicher Kartoffel (auch frühen) greifen, Hauptsache man drückt sie nach dem Dämpfen gleich durch die Presse und lässt sie dann gut ausdampfen? – Den Mut bring ich locker auf. Geringerer Stärkeanteil – z.B. bei festkochenden Sorten – läßt sich durch etwas mehr Kartoffelstärke leicht beimischen. Man kann den Kartoffelschnee sogar am Vortag zubereiten und abgedeckt in der Kühlung lagern.

Das Geheimnis der lockeren Festigkeit liegt – wie bei gutem Mürbeteig – in kurzer, rascher Verarbeitung. Je länger und heftiger man Kartoffelteig knetet, desto flüssiger wird er und verlangt nach immer mehr und noch mehr Mehl zur Bindung. Die Folge sind dann Nocken und Klöße, die überhaupt nicht mehr nach Kartoffeln schmecken und allenfalls noch für die Altbausanierung zu nutzen sind.

Diese Klöße hier haben dagegen eine “Geling-und Genuss–Garantie”.
Werden sie nicht mit Früchten gefüllt, sollte man kräftiger salzen, und auch Pfeffer und Muskat kann dann nicht schaden.
Die Reste werden in Scheiben geschnitten und kross in der Pfanne ausgebraten.
Pikant kann man sie mit Hackfleisch oder Pilzen füllen …


… und überbackt das Ganze mit Piment d’Espelette und herzhaftem Bergkäse unter einem gewürzten Guss aus Rahm oder Schmand. Dann heißen sie
z. B.  “Gefüllte Käseknödel”.

Na und?


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Rhabarbagranada

31.05.2010 vonFranz

könnt’ man’s nennen, ein feines Dessert, eigentlich aus der Not entstanden. Aber ohne Not auch gut als Abschluss eines festlichen Menüs.

Wie es dazu kam?

In einem schönen Kochbuch des River Café hatte ich dieses Rezept mit Himbeer-Rhabarber gefunden, den allerdings konnte ich nirgends kaufen.
Damals hatte ich Campari dazugenommen. Das schmeckte recht gut, nur die Farbe wollte nicht so richtig schön werden.

Warum also diesmal nicht Grenadine zum Färben nehmen. Und auch geschmacklich ist der Granatapfel-Sirup ein voller Erfolg.

Auch das Auge isst hier gerne mit.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Rhabarber mit Grenadine, Nussbiskuit und Creme fraiche
Kategorien: Dessert
Menge: 8 Personen

Zutaten

Biskuit:
3 Eier
1 Essl. Butter
3 Essl. Zucker
2 Essl. Mehl
1 Essl. Geriebene Haselnüsse
1 Essl. Haselnussstückchen
1 Teel. Backpulver
Salz
Puderzucker
Rhabarber:
500 Gramm Rhabarber
50 ml Grenadine (Granatapfel-Sirup); ca.
1 Vanilleschote
Sauce:
100 ml Creme fraiche
100 ml Sahne
1 Teel. Zucker
Haselnüsse zum Dekorieren

Quelle

Erfasst *RK* 31.05.2010 von
www.einfachkoestlich.com

Zubereitung

Biskuit:

Die Eigelb mit 2 1/2 EL Zucker und der weichen Butter mindestens fünf Minuten in der Maschine rühren bis eine feste Creme entstanden ist. Eiklar separat mit dem restzlichen Zucker und einer Prise Salz langsam zu einem cremigen, aber festen Schaum schlagen, dann portionsweise unter die Eigelbmasse heben.

Gesiebtes Mehl mit dem Backpulver vermischen und nach und nach ebenfalls unter die Eicreme heben, dann die Haselnüsse unterheben.

Ein große Auflaufform mit Backpapier auslegen und den Teig gleichmäßig darauf verteilen. Die Masse im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad ca. 20-30 Min. backen, bis die Oberfläche schön gebräunt ist.

Rhabarber:

Rhabarberstangen waschen, schälen, bzw. die Fäden abziehen. Dann in etwa 4 cm lange Stücke teilen und zusammen mit dem Grenadine-Sirup und einer ausgekratzten Vanilleschote in einem Topf langsam aufkochen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Sauce:

Sahne mit dem Zucker steif schlagen, Creme fraiche verrühren und mit der Sahne vermengen.

Anrichten und mit Puderzucker bestäuben und Nussstückchen auf die Sauce streuen.

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Und die Reste kommen als verrine auf den Tisch.

Natürlich geht das Ganze auch mit Himbeer-Sirup. Und mit Mandeln. Und mit Joghurt. Und  so weiter.

Ich mag die Kombination von Obst und Gebäck bei Desserts sehr gern. Ein weiteres schönes Biskuit-Rezept sind die Apfelbiskuit mit Minzecreme.

Und durch die freundliche Hilfe von Ulrike von Küchenlatein kann ich die Rezepte jetzt auch endlich schöner in meinem Blog darstellen – Tausend Dank.

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Köchel-Verzeichnis

28.01.2010 vonFranz


“Köchel-Verzeichnis” ist der Titel eines Taschenbüchleins von Manuel Gasser, das ich etwa 1998 gekauft habe. Bis etwa Mitte der siebziger Jahre publizierte Herr Gasser im ZEITmagazin eine kulinarische Kolumne, wohl bis Herr Siebeck ihn beerbte, und fasste im genannten Bändchen allerlei Erinnerungen und Erfahrungen samt seltener Rezepte zusammen.

So kam es zu Riz á la Nesselrode aus Großmutters Rezeptbuch, den ich von mazerierten Orangen und Sahnejoghurt begleiten ließ.

Ein klarer Fall für meine Dessert-Hitliste und ein klarer Fall für DKduW.


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Macaronmania

12.01.2010 vonFranz

Wie soll man Ihnen nicht verfallen?


Mehr geht nicht.

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Das hab’ ich in Paris …

14.12.2009 vonFranz

… naja, nicht gelernt, aber zum ersten Mal gegessen und zwar bei Chartier in der  rue du Faubourg-Montmartre: Ile flottante – schwimmende Eischnee-Inseln auf einem Meer von Vanillesauce. Und um das Glück komplett zu machen, kommt noch salziger Butterkaramell dazu.

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Nachtbacken

27.10.2009 vonFranz

In der Bretagne gibt es ihn fast überall: Far breton, eine Art Puddingkuchen, meist mit Backpflaumen gefüllt. Wenn der Kuchen kalt wird, fällt er etwas zusammen und wird zu einem recht kompakten Teigfladen. Den verkaufen viele Bäckereien und auf den Märkten wird er zusammen mit Kouign Amann und dem Gateau breton angeboten.

Während ein normales Stück kalter Far breton den Guteminen, Asterixen und Obelixen scheinbar keine Probleme bereitet, finde ich ihn doch etwas mächtig und leiste mir nur kleine Stückchen davon. Die sind sehr lecker.


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Sündenfälle

07.10.2009 vonFranz

 

Kann denn Backen Sünde sein?

Im Prinzip nein, es sei denn, man backt nach bretonischen Rezepten, also mit viel guter Salzbutter, und das Zeugs ist so lecker, dass man gar nicht mehr mit dem Naschen aufhören kann. 

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