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Köchel-Verzeichnis

28.01.2010 vonFranz


“Köchel-Verzeichnis” ist der Titel eines Taschenbüchleins von Manuel Gasser, das ich etwa 1998 gekauft habe. Bis etwa Mitte der siebziger Jahre publizierte Herr Gasser im ZEITmagazin eine kulinarische Kolumne, wohl bis Herr Siebeck ihn beerbte, und fasste im genannten Bändchen allerlei Erinnerungen und Erfahrungen samt seltener Rezepte zusammen.

So kam es zu Riz á la Nesselrode aus Großmutters Rezeptbuch, den ich von mazerierten Orangen und Sahnejoghurt begleiten ließ.

Ein klarer Fall für meine Dessert-Hitliste und ein klarer Fall für DKduW.


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Macaronmania

12.01.2010 vonFranz

Wie soll man Ihnen nicht verfallen?


Mehr geht nicht.

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Das hab’ ich in Paris …

14.12.2009 vonFranz

… naja, nicht gelernt, aber zum ersten Mal gegessen und zwar bei Chartier in der  rue du Faubourg-Montmartre: Ile flottante – schwimmende Eischnee-Inseln auf einem Meer von Vanillesauce. Und um das Glück komplett zu machen, kommt noch salziger Butterkaramell dazu.

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Nachtbacken

27.10.2009 vonFranz

In der Bretagne gibt es ihn fast überall: Far breton, eine Art Puddingkuchen, meist mit Backpflaumen gefüllt. Wenn der Kuchen kalt wird, fällt er etwas zusammen und wird zu einem recht kompakten Teigfladen. Den verkaufen viele Bäckereien und auf den Märkten wird er zusammen mit Kouign Amann und dem Gateau breton angeboten.

Während ein normales Stück kalter Far breton den Guteminen, Asterixen und Obelixen scheinbar keine Probleme bereitet, finde ich ihn doch etwas mächtig und leiste mir nur kleine Stückchen davon. Die sind sehr lecker.


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Sündenfälle

07.10.2009 vonFranz

 

Kann denn Backen Sünde sein?

Im Prinzip nein, es sei denn, man backt nach bretonischen Rezepten, also mit viel guter Salzbutter, und das Zeugs ist so lecker, dass man gar nicht mehr mit dem Naschen aufhören kann. 

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… und was gibt’s heute?

04.10.2009 vonFranz

 

Die Spannung ist groß. Die Gäste fragen sich: “Was mag er wohl gekocht haben?”

Ich will sie nicht lang auf die Folter spannen, hier ist das Menü.

 

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feste feiern

08.05.2009 vonFranz


Feste soll man feiern, man soll sie auch ruhig feste feiern. Das Jubiläum im “Kochtopf” ist so eine Gelegenheit, und wer überlegt, wie man denn wohl “feste” feiert, dem sei dieser Zitronenkuchen mit Ricotta und Pinienkernen empfohlen: damit lässt sich heftig (= feste) feiern. Und deshalb stelle ich ihn noch wacker (= hurtig) aufs Dessertbuffet.

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Mutation

26.04.2009 vonFranz

Nebenan hat ein kleines Cafe eröffnet. Der Hit: natürlich Eierlikörtorte. Dreimal habe ich sie genossen, dreimal war sie immer ein bisschen anders, immer war sie einfach köstlich. Eigentlich bin ich den süßen Leckereien nicht so zugetan, aber die musste ich mal nachbacken.
Schnell stieß ich auf Petras geniales Rezept und habe den Kuchen inzwischen schon fünfmal gebacken.

Den ersten mit Beerenmarmelade zwischen den Böden.
Beim zweiten entschied ich mich für Rote Grütze.
Beim dritten war Kinderbesuch angesagt, also ersetzte ich den Rum durch selbiges Aroma und den Eierlikörguss durch eine Mandarinencremesauce.
Für die vierte Torte hatte ich keine Mandarinen im Haus, aber ein Glas Schattenmorellen. Die wanderten – bis auf die 12 schönsten Dekokirschen – mit einem zusätzlichen Topf geschlagener Sahne zwischen die Böden. Weil erneut auch Kinder zu Gast waren, habe ich auf das Tränken der Böden mit Kirschwasser verzichtet.
So ist die Eierlikörtorte mit den genialen Schoko-/Mandelböden inzwischen zur Kirschtorte mutiert, fast zu einer Schwarzwälder.

Diese Torte hier stelle ich aufs Dessertbuffet, natürlich mit Kirschwasser getränkt.
Und weil ihr die wahrscheinlich in nullkommanix wegputzen werdet, mach ich jetzt die nächste ganz für mich allein.
Dem Kochtopf herzliche Glückwunsche zum 4. Jubiläum des monatlichen Blog-Events. Und mit jedem einzelnen Tortenstück stoße ich gern darauf an. Prost!



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Hammwa, Hammwanich

17.04.2009 vonFranz


Himbeer- oder Blutrhabarber hammwanich. Unbehandelte Blutorangen auch nicht.
Aber Lust auf Rhabarber mit Campari und Creme fraiche.

Zugegeben, spektakulär sieht es erst aus, wenn man die Originalzutaten verwendet: eine Orgie in Rot und Purpur. Gefunden im River-Cafe-Kochbuch von Rose Gray und Ruth Rogers, dem hellen Buch mit den bunten Buchstaben und mit den beiden Damen am Backofenfeuer vorne auf dem Cover. Steht im Kapitel “Obst aus dem Ofen”, schlicht betitelt mit “Rhabarber, Orangen” und geht so:

500 g Himbeer- oder Blutrahabarber schälen und in 5-6 cm lange Stücke schneiden und in eine kleine Auflaufform legen. 2 Vanillestangen ausschaben, das Mark und die Schoten auf dem Rhabarber verteilen. 3 EL Rohrzucker darüberstreuen sowie den Saft einer unbehandelten Blutorange und die Hälfte ihrer abgeriebenen Schale. Bei 150 Grad C im vorgeheizten Backofen etwa 15 bis 20 min. backen, etwas abkühlen lassen und mit verrührter Creme fraiche servieren.

Und was nehme ich? – Normalen Rhabarber, etwa 600 g geputzt, 5 statt 3 EL Rohrzucker, eine normale unbehandelte Orange, den Saft und die ganze Schale. Einen guten Schuss Campari. Und 30 min. lang war alles im Rohr.

Der Clou war der Campari. Eigentlich hatte ich ihn wegen der Farbe genommen. Aber die Bitternote zum Süss/Sauren war sehr, sehr gut. Ungewöhnlich. Apart. Sehr erfrischend. Lecker.
Und warum esse ich nicht öfter Rhabarber? Ach ja, ich hab danach immer so ein stumpfes, unangenehmes Gefühl im Mund. Eigentlich schade.

Und hier noch die Rhabarberbarbara. Kenntihrnochnicht? – Gucken!

[youtube YcMT395UvWI]

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Visitatori da Italia

05.02.2009 vonFranz

Gina ist in der Stadt. Zu Jahresbeginn kommt sie stets für ein paar Tage nach Düsseldorf. Zuhause ist sie in Stradella, einem kleinen Ort am Oltrepo Pavese, dem Landstrich, der zu Pavia gehört aber jenseits des Po, das heißt schon im Apennin liegt. Dort betreibt sie mit ihrer Familie das Pizzorante “La Lanterna”. “Pizzo-”, weil es dort die besten Pizzen der Welt gibt, und “-rante”, weil alle Köstlichkeiten der Lombardei und noch viel mehr natürlich auch auf der Karte stehen. Wenn man Glück hat, steht Gina dort selbst am Herd. Gestern war sie bei uns zu Gast. Ein bisschen nervös war ich schon, als ich mich an meinen Herd begab.

Mein Nudelteig fand Gnade unter Ginas Augen und Zunge. Wie immer hatte ich ihn nach meinem Standardrezept gemacht:

200 g Hartweizengrieß
100 g Weizendunst
3 ganze Eier (M)
1 EL Olivenöl
2 EL kaltes Wasser
1/2 TL Salz

Alles in der Kitchen Aid etwa 5 min. lang verknetet, dann in Frischhaltefolie über Nacht im Kühlschrank quellen lassen.


Wie bei Mario Gamba vom Aquarello in München werden die mit der Nudelmaschine ( bis Stufe 5 von 8 ) ausgewalzten Teigzungen mit frischen Kräuterblättchen belegt,


dann mit einer zweiten Teigbahn bedeckt.


Mit dem Nudelholz vorsichtig andrücken,


Dann ebenso vorsichtig erneut durch die Nudelmaschine drehen. Bei Stufe 3 habe ich diesmal angehalten, damit die Kräuter sich nicht durch den Teig drücken.


Die Teigbahn in gleichmäßige breite Streifen schneiden und auf einem bemehlten Blech bis zum Kochen abgedeckt und kühl lagern.


Die Nudeln werden 4 bis 5 min. bissfest gekocht. Zum Nudelkochen nehme ich immer 20 g Salz auf 1 L Wasser, das klingt nach viel, wenn’s schmecken soll, muss das aber so sein.
Bevor die Nudeln ganz gar sind, kommen sie mit etwas Nudelwasser in ein Bad von heißer Sahne und Butter und saugen sich auf kleiner Flamme nochmal so richtig voll.

In einer zweiten Pfanne habe ich Streifen von Austernpilzen in Öl knusprig gebraten, dann auf Papier abtropfen lassen und gesalzen.
Das Fett aus der Pfanne gieße ich weg, schwitze eine feingehackte Schalotte und etwas Knoblauch an, lösche mit einem Schluck Marsala, einem EL Sojasauce, einem Spritzer Balsamico und etwas Brühe ab und lasse alles auf großer Flamme einkochen, bis nur noch ein paar Teelöffel Flüssigkeit übrigbleiben. Die verteile ich über die angerichteten Nudeln.


Ich hatte noch etwas Ricotta in den Sahnesud gegeben, der wurde mir dadurch aber etwas zu dick. Beim nächsten mal lasse ich den Käse weg.


Einmal in Fahrt gekommen hatte ich für den nächsten Gang sehr kleine Gnocchi di patate geschnitten


und im Sud der Hähnchenbrust etwa 1 min. gekocht, dann in kaltem Wasser abgespült und auf einem Handtuch getrocknet.
Die Knöpfchen kamen nun mit Butter, etwas Meersalz und Safran in die Pfanne. Die Safranfäden hatte ich in einem kleinen Mörser mit etwas Brühe aufgelöst.


Die grünen Bohnen sind mit Tomatenstückchen und Basilikum gewürzt.

Die Gnocchi bestehen aus 500 g mehligen Kartoffeln, gedünstet, ausgedünstet, dann durch die Presse gedrückt, 50 g Kartoffelmehl, 50 g Weizendunst, 1 Eigelb, sonst nichts. Man sollte den Teig auch nicht salzen, da er sonst leicht zu flüssig wird. Das Salz kommt beim Kochen und beim in der Pfanne schwenken dazu.

Als Dessert gab es Kirschen-Blitzeis mit aufgeschäumter Vanillemilch, heißen Kirschen und einem Teigtäschchen, das mit Schokolade gefüllt ist.
Für das Teigtäschchen hatte ich Wan Tan – Blättern genommen. Die sind im Ofen zu fest geworden, besser ist hauchdünner Filoteig, den man sogar doppelt legen kann. Als Füllung hatte ich Bitterschokolade gehackt und mit etwas Piment d’Espelette bestreut.

Blitzeis geht so: 300 g Schattenmorellen aus dem Glas nehmen, abtropfen lassen und tieffrieren (Achtung: darauf achten, dass nicht versehentlich ein Stein in einer Kirsche steckt!). Dann die gefrorenen Kirschen im Blitzhacker mit 100 ml Sahne und etwas Kirschsaft zu Eiscreme mixen. Gerade eben so viel Kirschsaft zugeben, dass die Masse homogen wird und keine großen Kirschstücke mehr darin sind.

Die restlichen Kirschen mit etwas Rotwein, Kirschsaft und Vanillezucker aufkochen,leicht mit Speisestärke andicken.

Milch mit Vanillezucker aufkochen, etwas Eiweiß zugeben und sofort mit dem Mixstab schaumig aufschlagen.

Gina versprach, für uns beim nächsten mal in Stradella frische Seeigel nach einem besonderen Rezept zuzubereiten, und als sie tief, tief in der Nacht ins Taxi stieg war ich beruhigt und ziemlich sicher, dass es ihr bei uns ganz gut geschmeckt hat.

Für’s nächste mal hat sie sich Sauerbraten von mir gewünscht. Kriegt sie.

update:

Und wie sich am “Tag danach” zeigte, war aus den Resten zusammen mit ein paar Wirsingblättern noch ein schönes vegetarisches Essen zu machen.

Der Wirsing wurde blanchiert und danach mit Sahne, etwas Brühe und Ricotta (wunderbar cremig!) geschmort, gewürzt nur mit Salz und Muskat.

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Halb gefroren, heiß begehrt

19.01.2009 vonFranz

Nach einem deftigen Hauptgang noch ein Dessert? Gefahr für Leib und Leben.
Zunächst hatte ich an ein säuerliches Sorbet oder eine spritzige Granite gedacht: eisig und belebend. Doch leider fehlt mir fürs erste die passende Eismaschine und fürs zweite die Erfahrung. Aber was Kaltes sollte es schon sein und zum Glück fiel mir dann noch das Ziegenkäse-Semifreddo ein. Vielleicht hat es das durchaus gelungene Cassoulet sogar noch ein bisschen in den Schatten gerückt.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4

Titel: Ziegenkäse-Semifreddo mit Birnen, Gewürztraminer- Zabaione und Rosmarinkrokant
Kategorien: Dessert, Eis
Menge: 8 Portionen

Zutaten:
Semifreddo:
150     Gramm  Ziegenfrischkaese, z.B. Picandou
200        ml  Schlagsahne
2            Eiweiß (Kl. M)
30     Gramm  Zucker
2      Essl. Flüssiger Honig
Birnen:
2            Birnen
150        ml  Gewürztraminer
10     Gramm  Vanillinzucker
1            Vanilleschote
Zabaione:
50        ml  Gewürztraminer
6      Essl. Vom Birnensud
3            Eigelb
25        ml  Ahornsirup
3            Gewürznelken; gemahlen
Rosmarinkrokant:
50     Gramm  Mandelblätter
50     Gramm  Zucker
2      Teel. Gehackte Rosmarinnadeln
Außerdem:
Ahornsirup
Quelle:
– Erfasst *RK* 19.01.2009 von
– http://www.einfachkoestlich.com

Zubereitung:
Käse mit 80 ml Sahne und Honig verrühren, restliche Sahne steif
schlagen, Eiweiß mit Zucker steif schlagen, beides unter die
Käsemasse ziehen, in eine kleine Terrinenform füllen, die mit
Frischhaltefolie ausgelegt ist, über Nacht tiefkühlen.

Birnen schälen, vierteln, entkernen und in 1/2 cm dicke Spalten
schneiden. Zucker und die aufgeschlitzte Vanilleschote zugeben und
mit Gewürztraminer bedecken. Je nach Festigkeit/Reifegrad 5 bis 10
min. köcheln lassen, dass sie noch bissfest sind und im Sud erkalten
lassen.

Für die Zabaione die Eigelbe mit dem Ahornsirup über einem heißen
Wasserbad schaumig aufschlagen, nach und nach den Wein und den
Birnensud zufügen, dann im Eiswasserbad kalt schlagen, im
Kühlschrank abkühlen lassen.

Für den Rosmarinkrokant die Mandelblätter in einer beschichteten
Pfanne ohne Fett hellbraun rösten.  Den Zucker in einem
unbeschichteten Topf schmelzen lassen bis er hellbraun ist, dann die
gehackten Rosmarinnadeln und die Mandelblätter zugeben und mit einem
Holzspatel verrühren. Alles auf ein Backpapier schütten und dünn
ausbreiten, abkühlen lassen und dann grob mit dem Messer zerhacken.

Zum Anrichten das Semifreddo etwa 45 min. im Kühlschrank antauen
lassen, in Portionen schneiden und auf Teller verteilen.
Birnenspalten abtropfen lassen und neben das Eis legen. Mit der
Zabaione begießen und mit dem Krokant bestreuen. Einen dünnen Faden
Ahornsirup darüber laufen lassen.

=====

Leicht sollte es sein, erfrischend und nicht so süß. Man war sich einig: so ist es. Bis auf die noch etwas zu festen Birnenspalten gab es auch für mich nichts zu meckern.

Der Geschmack des Semifreddos ist sahnig mild und überhaupt nicht streng. Man könnte die Käsenote durch einen kleinen Stinker durchaus etwas steigern. Ich finde allerdings, da sollte nur ein Hauch Ziegenaroma sein, Frischkäse ist gerade recht. Noch milder würde es mit einem Ziegenjoghurt, vielleicht aber auch schon zu fad.
Das Eis hat eine leicht brüchige Konsistenz weil der Sahneanteil nicht so hoch ist und nur im Tiefkühler gefroren wurde. Gerade das gefällt mir aber sehr gut. Cremig in der Eismaschine gerührt oder mit Zusätzen um die Geschmeidigkeit zu erhöhen und im Mixer aufgeschlagen wäre es mir längst nicht so außerordentlich delikat.

Zu raten wäre noch, nur in Ausnahmefällen einen anderen Wein zu verwenden. Das Gewürztraminer-Aroma passt schon einzigartig gut.
Wenn die Zabaione schön luftig geworden ist, kann man auch vorsichtig Nocken aus der gekühlten Masse heben. Leider hatte ich es noch einmal umgerührt.

Ein paar dünne Scheibchen von schwarzen Nüssen, die jetzt nach gut einem Jahr Lagerzeit schön weich sind, geben noch optischen Pfiff. Sieht ein bisschen aus wie schwarze Trüffel, nicht wahr?


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Noch’n Dessert

12.12.2008 vonFranz

Offen gestanden: Desserts zubereiten gehört nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen in der Küche. Und eigentlich brauche ich auch meist nichts Süßes nach dem Hauptgericht. Koche ich allerdings für Gäste, scheint mir ein Menü ohne süßen oder fruchtigen Abschluss doch irgendwie unvollständig.

Und jetzt, wo es draussen schön kalt ist, steht auch mir schonmal der Sinn nach duftenden Bratäpfeln.
Außerdem ist da noch ein Christstollen im Anschnitt. Also: her damit.


==========  REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4

     Titel: Bratapfel mit Stoillenparfait
Kategorien: Dessert
     Menge: 8 Portionen

                   Bratapfel:
     10     kleine Äpfel
      1     EL Rosinen
      1     Vanilleschote, das Mark
             Weißwein
             Orangen und Zitronensaft
              Butter
                    Füllung:
     80 g  Butter
50 g  Semmelbrösel
etwas Zucker und Zimt
70 g  Marzipan
1     EL Rosinen

                   Stollenparfait:
    400 ml  Sahne, geschlagen
      2      Eier
      4      Eigelb
    100 g  Zucker
       1     guter Schuss Rum
    200 g  Christstollen

========= QUELLE =========
           frei nach Eckhart Witzigmann
            — Erfasst *RK* 11.12.2008 von
            — www.einfachkoestlich.com

Stollenparfait:

Eier, Eigelb, Zucker und Rum über dem heißen Wasserbad schaumig schlagen, dann kalt rühren. Geschlagene Sahne unterheben, Stoillen mit den Fingern zerbröseln und untermischen. Parfait über Nacht im Tiefkühler fest werden lassen.
Etwa 30 min. vor dem Anrichten das Parfait in den normalen Kühlschrank setzen, damit es portionierbar wird.

Füllung:

Rosinen mit Weißwein bedecken und aufquellen lassen.
Semmelbrösel in der Butter mit Zucker und Zimt anrösten, abkühlen lassen. Dann mit dem klein geschnittenen Marzipan und 1 EL Rosinen vermischen.


Bratäpfel:

Bei 8 Äpfeln das Kerngehäuse mit dem Ausstecher entfernen, Füllen hineindrücken.
Die beiden restlichen Äpfel schälen, quer in Scheiben schneiden, Kerne entfernen und in eine sehr gut gebutterte Auflaufform legen.
Restliche Rosinen mit dem Wein, Orangensaft, Zitronensaft und Vanillemark aufkochen und über die Apfelringe verteilen.
Auf jeden Apfelring einen gefüllten Apfel setzen, auf jeden Apfel ein Stückchen Butter.

Im auf 200 Grad C vorgeheizten Ofen 35 bis 45 min. je nach Größe der Äpfel backen. Sie sollten aufspringen, aber nicht zerplatzen.
Anrichten.

=====

Witzigmann streut Puderzucker darüber. Ich nicht, denn ich mag es nicht ganz so süß.
Witzigmann gibt noch eine Weinsauce dazu. Ich nicht, denn mir reichen die Äpfel und der Sud, der automatisch entsteht und natürlich das leicht schmelzende Parfait vollkommen aus.
Diese Bratäpfel frugal zu nennen, wäre dennoch etwas untertrieben.



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Alles Kürbis, oder was?

09.12.2008 vonFranz

Also Kürbis zum Dessert? Ich weiß nicht, ich weiß nicht …
Vor allem: Kürbiscrumble mit Schokostreuseln. – Ich war sehr unschlüssig, ob mir dieses Dessert nach einem Rezept aus der neuen Effille (Nr.1) denn tatsächlich schmecken würde.
Kurz: wer wagt, gewinnt. Jedenfalls in diesem Fall.

Hier also das Rezept:

==========  REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4

     Titel: KÜRBIS-CRUMBLE MIT SCHOKOLADENSTREUSELN
Kategorien: Dessert
     Menge: 6-8 PERSONEN

                   Scholkoladenstreusel:
     50     Gramm  Bitterschokolade
      2      Essl. Kürbiskerne
    100     Gramm  Mehl
      2      Essl. Zucker
     75     Gramm  Weiche
                   Butter
                   Salz
                   Schwarzer Pfeffer
                   Kürbis:
      1     klein. Hokkaido-Kürbis (ca. 750 g)
      3      Essl. Olivenöl für das Blech und zum Beträufeln; ca.
      3      Essl. Ahornsirup
      3      Essl. Apfelessig
                   Salz, Pfeffer

============================ QUELLE ============================
            Effilee Nr.1
            — Erfasst *RK* 09.12.2008 von
            — www.einfachkoestlich.com

Streusel:

Schokolade feinhacken, Kürbiskerne grobhacken. Mit Mehl, Zucker, Butter in Flöckchen und einer Prise Salz und Pfeffer in eine Schüssel geben. Zu Streuseln kneten, kalt stellen.

Kürbis:

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Den Kürbis waschen und abtrocknen.
Mit einem großen Messer in ca. 1,5 cm breite Ringe schneiden und die Kerne entfernen. Kürbisringe nebeneinander auf ein eingeöltes Blech legen und mit restlichem Olivenöl, Ahornsirup und Essig beträufeln.
Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Die Streusel darauf verteilen.
Im heißen Ofen 10-15 Minuten backen, bis die Kürbisringe gar und die Streusel knusprig sind.

=====

So weit, so gut.
Und das war bei mir anders:



Ich hatte keinen Hokkaiodo-Kürbis im Haus, dafür einen anderen, großen, auch sehr gelbfleischigen – den Namen hab’ ich gerade nicht parat.
Jedenfalls musste der geschält werden, und Schnitze gab’s statt Ringe. Das mit den Ringen ist mir sowieso nicht ganz geheuer, denn so kleine Hokkaidos habe ich noch nicht gesehen.



Die Sreusel sind schnell mit den Fingerspitzen geknetet. Ein paar Kürbiskerne zusätzlich kann man dekorativ mit etwas Ahornsirup zusätzlich über die angerichteten Teller streuen. Die im Rezept angegebene Zutatenmenge ist reichlich, zwei Drittel tun es allemal.



Für gleichmäßigen Geschmack wäre es besser, eine Marinade aus den Zutaten zu rühren und die Kürbisspalten darin gut umzuwenden.
Knusprig wird der Kürbis eigentlich nie.
Wer Knusper möchte, sollte etwas von der Steuseln separat knackig backen.



Alles in Allem: ja, nicht schlecht, mal ein leckeres, “anderes” Dessert. Schokolade und “süß-sauer” ergänzen sich hier sehr gut.


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Wenn Götter speisen

08.07.2008 vonFranz


greifen sie naturgemäß zu Götterspeise – wonach sonst?
Ich kann die Götter gut verstehen, besonders seit ich Kolja Kleebergs göttliches Dessert nachgekocht habe.

Hier geht es nicht um Koljas Variante vom „Wackelpeter“. Die ist zwar auch nicht schlecht – ach Gottchen – aber sie ist nichts gegen die Gebrannte Götterspeise – beim ZEUS!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4

Titel: Gebrannte Echte Götterspeise
Kategorien: Dessert
Menge: 12 – 15 Portionen

Zutaten:
Für den Biskuit:
375 g Marzipan-Rohmasse
225 g Vollei
50 g Eigelb
85 g Mehl T 550
2 1/2g Backpulver
115 g Butter
150 g Himbeergrieß, tiefgefroren (aus dem Konditoreibedarf, ansonsten zerkleinert man tiefgefrorene Himbeeren)

Für das Beerengelee:
100 g Zucker
1 Zimtstange
2 Nelken
250 ml Rotwein
500 g Beerenmix, tiefgefroren
8 Blatt Gelatine á 2 g

Für die Vanillecreme:
330 ml Milch
135 g Zucker
1 Vanilleschote
1 Ei
50 g Puddingpulver oder Stärkepulver
330 g Creme fraiche
5 Blatt Gelatine à 2 g

Zusätzlich:
100 g Blaubeeren
1 Vanilleschote
100 ml süße Sahne
1 EI Zucker brauner Zucker zum Karamellisieren
100 ml Milch zum Aufschäumen
Sojalecithin oder Eiweiß (als Schaum-Stabilisator)

Quelle:
frei nach “Kolja Kleeberg – Das VAU-Kochbuch”
– Erfasst *RK* 6.07.2008 von
– http://www.einfachkoestlich.com

Zubereitung:Den Ofen auf 200 Grad C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Für den Biskuit der Götterspeise die Marzipanmasse leicht erwärmen. Mit Vollei und den Eigelben glattrühren und schaumig schlagen. Das Mehl und das Backpulver fein sieben, unter die schaumige Masse heben. Die Butter flüssig werden lassen und unter die Masse ziehen.


Die tiefgefrorenen Himbeeren im Cutter rasch zu Himbeergrieß zerkleinern und zum Schluss unterheben. Dabei zügig und so kurz wie möglich rühren, damit der Teig sich nicht rosa färbt.

Ein 1 cm hohes Backblech mit Backpapier auslegen, die Masse einfüllen und ca. 20 Minuten gleichmäßig hellbraun backen. Das Blech dabei evtl. 1 x drehen. Den Biskuit abkühlen lassen.


Eine Form von ca. 1 1/2 l Inhalt mit Klarsichtfolie auslegen. Den ausgekühlten Biskuitboden vom Backpapier abziehen und die abgezogene Seite mit einem Messer säubern und glattschneiden. In Längsform der Terrine einen unteren und einen oberen Boden aus dem Biskuit schneiden. Den unteren Boden mit der gebräunten Oberfläche nach unten in die Form legen.

Für das Beerengelee der Götterspeise den Zucker in einer Pfanne karamellisieren. Die Gewürze zugeben, den Karamell mit Rotwein ablöschen und loskochen. Die Gewürze entfernen, die Gelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und in der noch warmen Flüssigkeit auflösen. Den Beerenmix tiefgekühlt einrühren. Sofort auf dem unteren Boden in der Form verteilen und glattstreichen.

Für die Vanillecreme der Götterspeise 300 ml Milch mit dem Zucker und der Vanilleschote aufkochen. Die Vanille entfernen. Die restliche Milch und das Ei mit der Stärke verrühren. Die angerührte Milch in die kochende Masse einrühren und binden. Die Creme fraiche unterrühren. Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken, in der Vanillemischung auflösen. Abkühlen lassen, dann auf dem Beerenmix in die Form verteilen. Fest werden lassen, dann den oberen Boden mit der gebräunten Seite nach oben auflegen.

Das Ganze mit Klarsichtfolie abdecken und über Nacht zur Götterspeise durchkühlen.

Die Blaubeeren waschen und abtropfen lassen. Das Mark aus der Vanilleschote kratzen. Die Sahne zusammen mit dem Zucker leicht aufschlagen. Einen Teil der Blaubeeren pürieren und zusammen mit den ganzen Blaubeeren leicht unter die Sahne heben.

Etwas Milch aufkochen, das Vanillemark und einen halben Teelöffel Sojalecitin oder etwas Eiweiß dazugeben und mit dem Stabmixer aufschäumen.

Die Götterspeise vorsichtig aus der Terrine nehmen und in Scheiben schneiden, auf Teller legen, mit braunem Zucker bestreuen und mit einem Bunsenbrenner vorsichtig karamellisieren.Dabei darauf achten, dass die Gelatine im Beerenmix sich nicht zu sehr verflüssigt.

Die Blaubeersahne neben die gebrannte Götterspeise anrichten. Mit dem Milchschaum benetzen und mit Früchten ausdekorieren.

=====

Die Mengenangaben sind reichlich bemessen. Wer wie ich (laut Rezeptüberschrift) mit 4 Portionen rechnet, staunt über eine Ausbeute, die auch 12 bis 15 Menschen glücklich macht.


Mit der Terrine muss man etwas vorsichtig umgehen. Der obere Teigdeckel hält nicht gut an der Vanillecreme weil er erst aufgesetzt werden kann, wenn die Creme fast steif ist.
Beim Schneiden sollte man die einzelnen Scheiben mit einer großen Palette abstützen und auffangen. Am besten schneidet man die Seitenflächen auch etwas sauberer nach.


Sojalecithin als Schaumstabilisator bekommt man als Nahrungszusatzstoff in der Apotheke und im Reformhaus. Das ist wesentlich billiger als das Pülverchen von Ferran Adria. Man kann auch Eiweiß verwenden. Dazu braucht man allerdings ein bisschen Erfahrung.

Wenn auch die ganze Prozedur etwas kompliziert anmutet – es ist nicht so schwierig und wenn man es einmal gemacht hat, kriegt man’s hin mit Links.

Und weil es so gut schmeckt, und weil nicht nur in der Deko, sondern auch im Beerenmix reichlich Johannisbeeren drin sind, wollte ich dies Rezept auch als meinen Beitrag zum Blog-Event Johannisbeeren des Gärtnerblogs beisteuern. Schade – schon vorbei.

( – Flüster -) Dann bleibt die göttliche Gebrannte Götterspeise eben mein Geheimtipp …

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