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zum Vernaschen …

01.04.2008 vonFranz

Ein Spray zur Steigerung der Libido, eine Pille für die Lust?
Ach was, das machen wir doch selbst viel besser!

Man nehme etwas Castoreum (oder Bibergeil), ein Drüsensekret des Bibers, dazu Zibet, ein Drüsensekret der Zibetkatze, eine Prise Moschus, vom gleichnamigen Hirschen oder Ochsen und eine Messerspitze Amber vom Pottwal.

Sollten Ihnen diese Zutaten – wie mir – gerade einmal ausgegangen sein, tun es ersatzweise auch etwa drei Schwanzstücke, pardon, Endstücke vom sanft geräucherten Heilbutt und verarbeite sie zu Heilbuttmousse.

Und das geht dann so:

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4

Titel: Heilbuttmousse
Kategorien: Fischpastete
Menge: 1 ,2 l Pastetenform


Zutaten:
700 Gramm Geräucherter Heilbutt (ca. 400g netto)
400 ml Sahne
Limettensaft
1 Prise Zucker
Salz, Pfeffer
Piment d’Espelette
1 Schuss Wodka
6 Blätter (10 g) Gelatine
2 Eiweiß

Quelle:
frei nach “Die Tafelspitzen der Gebrüder Lange”
– Erfasst *RK* 22.03.2008 von
– www.einfachkoestlich.com

Zubereitung:
Den Heilbutt enthäuten. Dann die Filets mit einem Messer von den
Gräten abheben. Die goldbraunen, trockenen Seiten abschneiden, so
dass ca. 400 g von dem weißen Fleisch übrigbleiben. Es wird mit 100
ml Sahne püriert und mit Limettensaft, Wodka und den Gewürzen
abgeschmeckt.

Die Gelatine einweichen und in 50 ml Sahne schmelzen lassen. Die
Gelatine mit dem Fischpüree mischen. Die restliche Sahne und das
Eiweiß steif schlagen und unter die Masse heben. Die Mousse kann
man in kleine Förmchen füllen, die später gestürzt werden. Eine
andere Variante ist aber eleganter: Die Mousse wird zum Steifwerden
in ein längliches, schmales Gefäß (z. B. Pastetenform) gefüllt.

Anrichten: Scheiben abschneiden und auf den Teller legen. Mit einem
kleinen runden Ausstecher aus jeder Scheibe einen Kreis ausstechen,
der neben die Heilbuttmousse-Scheibe platziert wird. Die Mousse ist
so erlesen, dass selbst Kaviar als Beigabe dazu noch ordinär wirkt.
Deshalb reichen Sie ruhigen Gewissens einen Salat aus Kräutern:
Basilikum, Kerbel, junge Petersilie, Dill- und Schnittlauchspitzen
und verschiedene Kressesorten dazu. Die Kräuter sehr fein zupfen, mit
einer Vinaigrette aus 3 EL Pistazien- oder Walnussöl, 2 EL
Sonnenblumenöl, 1 EL Wasser, Zitronensaft, Salz und Zucker glasieren
und in kleinen Häufchen zu der Mousse geben.

Die Terrine sollte mindestens über Nacht, besser 24 Std. im kalten Kühlschrank festwerden und durchziehen.
Gut gekühlt ist sie etwa 5 Tage haltbar, denn sie ist ja aus geräuchertem Fischfleisch hergestellt.
Das Rezept ist einfach und gelingsicher. Die Terrine wird hauchzart und cremig, hat aber dennoch genug Festigkeit. Im Sommer, bei sehr warmem Wetter, sollte man die Gelatinemenge um 50% erhöhen.
Die angegebenen Mengen reichen für etwa 12 Personen als Vorspeise.

=====


Man richte die Mousse mit viel Liebe an.

Auch mit ein paar Tomatenwürfeln, in Butter mit etwas Salz und Zucker angeschmolzen,
schmeckt das Ganze so exquisit, dass ich es zwar reinen Gewissens, doch nicht ganz ohne Hintergedanken als aphrodisischen Gaumenkitzel zum Event des Kochtopfs anmelde,

wünsche gutes Gelingen und viel Freude beim Vernaschen.

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Rohn Fich mach ich nich!

01.01.2008 vonFranz


Zugegeben, man könnte das auch etwas verständlicher und besser ausdrücken, dennoch gilt: beim Genuss von rohem Fisch scheiden sich die Geister und für die Einen ist das Igittigitt.
Die Anderen gehen mit Bedacht, aber unvoreingenommen ans Verspeisen und werden mit ein bisschen Geschmack und natürlich bester Ware zu absoluten Rohfisch-Liebhabern (Sashimi-Fans?).
Jeffrey Steingarten beschreibt diese Wandlung sehr eindrücklich in seinem lesenswerten Buch „Der Mann der alles isst“.

Guten rohen Fisch esse auch ich ohne Vorbehalte. Doch manchmal finde ich ihn angegart noch ein bisschen besser, z.B. dieses Sahimi vom Wolfsbarsch auf Italienische Art.
Nicht gegen guten Matjes oder einen tollen Heringsalat, da ist der Fisch aber auch nicht roh, sondern durch Fermentation angegart.
Marinieren, z.B. beim Graved Lachs, ist auch ein Garprozess, bei dem das Fischeiweiß gerinnt.
Eine weitere Möglichkeit ist ein Fischcarpaccio, dass ganz kurz unter den Salamander (oder Grill) gestellt wird, damit die Oberfläche glasiert. Auf der Rückseite und im Inneren bleibt das Fischfleisch bei dieser Methode jedoch roh.

Abgesehen von diesen paar Ausnahmen finde ich gewärmtesFischfleisch delikater – gebraten, gedünstet oder mit Niedrigtemperatur im Ofen gegart.
Diese letzte Methode ist eigentlich ganz einfach, das Ergebnis phänomenal und dazu geeignet Rohfisch-Gegner und –Liebhaber zu versöhnen.

Niedrigtemperatur bedeutet beim Fisch maximal 50 Grad C, denn, anders als beim Fleisch (60 Grad C), setzt der Garprozess beim Fisch schon ab 44 Grad C ein. Niedriger als mit 50 Grad C wird sich Ihr Ofen sowieso kaum betreiben lassen. Also auf kleinster Stufe ohne Umluft eine Viertelstunde vorheizen.

Das Fischfilet sollte absolut frisch sein, enthäutet, entgrätet, portioniert und von Kühl- auf normale Küchentemperatur gebracht sein. Dann wird es dünn eingeölt und auf einem vorgewärmten Teller, ebenfalls leicht eingeölt, für 30 bis 45 min. in den Ofen gestellt. Ich habe die Temperatur mit einem elektronischen Fühler geprüft, sie schwankt in meinem Ofen zwischen 48 und 56 Grad C.

Nach der Garzeit (bei meinem Lachs waren es 40 min.) hat der Fisch sein frisches Aussehen kaum verändert, aber er ist komplett durchgegart, saftig und zerfällt beinahe in einzelne Lamellen. Auf dem Teller hat sich wenig Saft auf dem Ölfilm gesammelt und das enthaltene Eiweiß darin ist leicht geronnen (weiß), vermutlich, weil der Teller die Wärme ein bisschen speichert (?). An der Fischoberfläche und im Inneren ist das Eiweiß jedoch weiter klar. Jedes Grad mehr hätte den Fisch verfärbt, aber so ist er perfekt.

Sehr frei nach Jean Claude BourgueilsDie Philosophie der Großen Küche” habe ich dazu jungen Blattspinat in einem Thymian-Senf-Rahm kurz zusammenfallen lassen:
1 Schalotte schälen, grob würfeln und mit einer feingewürfelten Knoblauchzehe in Olivenöl anschwitzen, etwas Weißwein angießen, damit die Zwiebel nicht bräunt. Dann 2-3 EL Creme fraiche einrühren, jetzt etwas konzentrierte Brühe (Fisch oder Huhn), 1-2 TL körnigen Senf, Thymianblättchen, 1 TL Ahornsirup, Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Cayenne oder Piment d’Espelette.

Gewaschenen und abgetropften Spinat in die Sauce geben, umrühren, zusammenfallen lassen, abschmecken, einkochen lassen oder mit Brühe und/oder Wein verdünnen. Kurz vor dem Anrichten den Saft einer halben Limette über den Spinat träufeln.

Angerichtet wird der Lachs auf dem Spinatbett und erst jetzt mit Fleur de sel und geschrotetem schwarzen Pfeffer gewürzt. Auf jeden Fall müssen die Teller gut vorgewärmt sein und es wird sofort serviert.


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Sanfte Ruhe im Gemüsebett

30.12.2007 vonFranz

Das Christkind hat es gut mit mir gemeint und gleich mehrere Kochbücher, die auf meinem Wunschzettel standen, auf meinen Küchentisch gelegt. War wohl nicht ganz uneigennützig vom Christkind … Jedenfalls sind damit die ersten Frühlingsboten aus Italien bei uns schon eingetroffen.

Die schönen Regionen-Kochbücher der Duttenhofers gibt es bekanntlich seit einiger Zeit in der preisgünstigen “Volksausgabe”. Im Grunde sind sie alle lesenswert. Natürlich sind sie 10 bis 12 Jahre nach dem Ersterscheinen nicht mehr hochaktuell, dennoch: es macht Spaß darin zu blättern, man wird – anders als durch manche Kochshow – nicht dümmer, und die guten Reportagefotos von Martina Meuth sind ein Augenschmaus.

Eben habe ich festgestellt, dass auf lamiacucinas Website der Schnee in kleinen Flocken fällt. Dem möchte ich etwas strahlende Sonne hinzufügen mit meinem Pesce scorpione marino in giardino. Das klingt toll, ist dem Rombo in giardino aus dem Ligurien-Band entlehnt und heißt übersetzt: Rotbarsch im Garten, hier im Paprika- und Tomatengarten, um genau zu sein. Nicht so genau genommen habe ich es beim Nachkochen mit der Wahl des Fischfilets. Rombo ist Steinbutt und war in der Mini-Version bei meinem Fischhändler für EURO 38,50 per Kilo Komplettfisch zu haben. Das musste nicht sein, weil zugleich wunderschöne Rotbarschfilets im Angebot waren für etwa den halben Preis fürs Filet. Rotbarsch kennt man in Italien zwar kaum, das macht aber nix. Schlimmer ist, dass Rotbarsch, wie auch Kabeljau und so ziemlich jeder andere bei uns bekannte Wildfisch, beinahe hoffnungslos überfischt sind – jetzt habe ich also auch noch ein bisschen schlechtes Gewissen. Ich muss es ertragen.

Im Originalrezept werden die Gemüse roh mariniert und kalt zum Fisch gegeben. Ich habe mich für eine gewärmte (siehe lamiacucina!) Variante entschieden. Eigentlich ist alles italienisch einfach und genial:


Für 2 Portionen wird eine Fleischtomate gehäutet, entkernt und in kleine Würfel geschnitten. Je eine halbe rote und gelbe Paprikaschote wird mit dem Sparschäler enthäutet (das geht sehr gut), entkernt und ebenfalls in kleine Würfel geschnitten. Ein halbe weiße Zwiebel oder 1-2 Schalotten werden geschält und feinst gewürfelt, dito eine Knoblauchzehe.

Pro Person etwa 200 g Fischfilets werden nun mit wenig Puderzucker und griffigem Mehl (z.B. Mehldunst) hauchdünn bestäubt und in Olivenöl gebraten, bis beide Seiten leicht gebräunt sind. Dann den Fisch zum Nachziehen auf einem vorgewärmten Teller warm halten.

Jetzt kommen die Zwiebel- und Knoblauchwürfelchen in das Bratfett und werden kurz angeschwitzt. Eventuell muss etwas Wein angegossen werden, damit die Zwiebel nicht bräunt, sondern nur glasig wird. Dann kommen die Paprikawürfel dazu, wenig später die Tomaten. Gewürzt wird mit ein paar Spritzern Weißweinessig, grobem Meersalz, geschrotetem schwarzen Pfeffer und vielleicht einer Spur Cayenne oder Piment d’Espelette. Ganz am Schluss einen Stich kalte Butter und eine Handvoll Basilikumblätter einschwenken, auf Teller verteilen, den Fisch salzen, auflegen und etwas Gemüseflüssigkeit oder Olivenöl darüberträufeln.

Köstlich? – Unbeschreiblich.

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Nicht Fisch, nicht Fleisch

21.12.2007 vonFranz

und nicht jedermanns Sache, aber hier im Rheinland sind Miesmuscheln in der kalten Jahreszeit ein immer noch beliebtes, traditionelles Gericht. Ab Oktober findet man überall in den Kneipenfenstern die kleinen Pappschilder: Hier rheinische Muscheln. Natürlich kommen die Muscheln nicht aus dem Rhein, sondern meist aus Holland. Und es handelt auch um keine besondere Art, sondern um die landläufige Miesmuschel. Richtig zubereitet ist sie ein Genuss.

Innerhalb eines Menüs wird man nun nicht, wie sonst in den Kneipen, jedem Gast einen dampfenden Topf voller Muscheln vor die Nase stellen. Als Zwischengang eignen sich Muscheln eher in der überbackenen Variante, zum Beispiel als Muschelgratin mit Salat von Trüffelkartoffeln und Knoblauchspinat.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1

Titel: Muschelgratin mit Salat von Trüffelkartoffeln und Knoblauchspinat
Kategorien: Muscheln, Vorspeise
Menge: 6 Portionen


Zutaten:
etwa 150 g gekochtes Muschelfleisch (!) ausgelöst
1 Schalotte, feingehackt
2 Knoblauchzehen, feingehackt
2 EL glatte Petersilie, feingehackt
1 EL Pinienkerne
3 EL weiche Butter
3 EL Semmelbrösel
1 Prise Muskat
Salz
schwarzer Pfeffer, grob geschrotet
Piment d’Espelette (oder Cayenne)
2 EL Sherry
1 EL Zitronensaft
1 Prise Zucker
1 Spritzer Pastis
etwas Muschelsud
Beilagen:
2 EL Olivenöl
2 Knoblauchzehen in Scheibchen
etwa 200 g junge Spinatblätter
1 Schalotte
6 mittelgroße blaue Kartoffeln
Salatsauce:
1 Schalotte
1 ganzes Ei
1 TL Senf
1 EL Zitronensaft
1 Prise Zucker
1 Prise Salz
1 Prise Piment d’Espelette (oder Cayenne)
Olivenöl
grobes Meersalz und etwas Eiweiß zur Deko

Quelle:
– Erfasst *RK* 20.12.2007 von
– Franz Schumacher


Zubereitung:
Frische Muscheln nach dem Rezept Rheinische Muscheln (unten) zubereiten und auslösen. Etwa 30 bis 36 schöne, halbe Muschelschalen zum Füllen beiseite legen. Muschelfleisch grob hacken.

Pinienkerne in einer trockenen Pfanne hell anrösten, herausnehmen und klein hacken, zum Muschelfleisch geben.

Feingehackte Schalotte und Knoblauch in etwas Butter glasig dünsten, dann feingehackte Petersilie zufügen und kurz mitdünsten. Etwas abkühlen lassen und ebenfalls zum Muschelfleisch geben.

Muschelfleisch mit der weichen Butter, den Semmelbröseln, Muskat, Salz, Pfeffer, Piment d’Espelette, Sherry, Zitronensaft, Zucker, Pastis und 1-2 EL Muschelsud vermengen, abschmecken, in die aufbewahrten halben Muschelschalen füllen und auf grobes Salz gebettet in eine Auflaufform stellen.

Für den Kartoffelsalat die violetten Kartoffeln sauberbürsten und mit Schale etwa 25 min. dämpfen. Herausnehmen, leicht abkühlen lassen und mit Schale in etwa 4 mm dicke Scheiben geschnitten dachziegelartig auf den Tellern anrichten.

Für die Salatsauce die Zutaten im Mixer fein pürieren, soviel Olivenöl zufügen, dass eine dünne Mayonnaise entsteht.

Gefüllte Muschelschalen unter dem Grill gratinieren.

Für den Spinat die Knoblauchzehen schälen und in dünne Scheibchen hobeln. In Olivenöl anbraten bis sie hellbraun sind, dann auf Küchenpapier abtropfen lassen. Die feingewürfelte Schalotte im Knoblauchöl weichdünsten, dann den Spinat zufügen, salzen, pfeffern und zusammenfallen lassen. Etwas Muskat darüberstreuen und nochmals abschmecken. Dann auf den Tellern anrichten und mit den Knoblauchchips belegen.

Etwas grobes Salz mit wenig verschlagenem Eiweiß mischen und eine Linie damit ziehen zwischen den Kartoffeln und dem Spinat. Darauf die überbackenen Muscheln setzen, die Mayonnaise über die Kartoffeln träufeln, ein paar Tropfen Zitronensaft auf die Muscheln geben, servieren.


http://www.einfachkoestlich.com

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Meistens sind die Muscheln schon gut gesäubert, wenn man sie eingeschweißt kauft. Trotzdem sollte man sie nochmals gründlich waschen, beschädigte Exemplare aussortieren, auch die, die sich beim Waschen nicht wieder geschlossen haben. Nach dem Kochen sortieren wir ebenfalls die Exemplare aus, die sich dann immer noch nicht geöffnet haben. Im Übrigen gefährdet der Verzehr frischer Muscheln nicht die Gesundheit, es sei denn, sie hätten eine Eiweißallergie.

Beim Kochen der Muscheln gehen wir vor wie unten im Rezept für Rheinische Muscheln beschrieben. Da wir die Muscheln für die Gratinmischung aber sowieso aus den Schalen nehmen müssen, schneiden wir das Gemüse für den Sud aber nicht klein, sondern belassen es in größeren Stücken, die wir später einfach herausnehmen können.

Achten Sie darauf, dass der Topf reichlich groß ist und der Sud dampfend heiß kocht, bevor Sie die Muscheln hineinschütten. Dann sofort den Deckel wieder drauf und bei großer Flamme dämpfen lassen, ab und zu den Topf kräftig rütteln.

Sobald sich die Muscheln geöffnet haben, den Topf vom Feuer nehmen, etwas abkühlen lassen und die Muscheln aus den Schalen nehmen. Schöne Halbschalen zum Füllen beiseite legen.

Zum Überbacken unter dem Grill kann man die gefüllten Muschelschalen gut in ein Salzbett stellen, damit sie nicht umfallen. Auch auf dem Teller angerichtet präsentieren sie sich gut auf einer schmalen Lage Salz. Damit die nicht auf dem Teller verrutscht, kann man ganz wenig angeschlagenes Eiweiß unter das Salz mischen, das pappt.

Die violetten Kartoffeln Vitelotte aus Südfrankreich haben einen ausgeprägten, süßlich-feinen Geschmack, der auch an Karotten und andere Wurzeln erinnert. Ich hatte sie schon einmal in der Metro gekauft für 2,50 das Kilo. Mein Gemüsehändler bietet sie als „blaue französische Kartoffeln“ für 4 Euro an. Auf dem Düsseldorfer Carlsmarkt heißen sie „Französische Trüffelkartoffeln“ zu knapp 10 Euro das Kilo – wohlgemerkt, immer die gleichen Kartoffeln …


Und so kocht man bei uns die Rheinischen Muscheln:

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1

Titel: Muscheln rheinische Art
Kategorien: Muscheln, Hauptgericht
Menge: 4 Portionen


Zutaten:
3 kg Miesmuscheln
1 große Gemüsezwiebel (oder 3 mittelgroße)
3 große Karotten
1 große Stange Lauch
1/2 Sellerieknolle
4 Knoblauchzehen
1 Flasche Weißwein
1/4 l Wasser
3 Lorbeerblätter
1 TL schwarze Pfefferkörner, geschrotet
4 Wacholderbeeren, gemörsert
1 TL Salz
3 EL Butter
Pumpernickel, dick mit Butter bestrichen


Quelle:
– Erfasst *RK* 20.12.2007 von
– Franz Schumacher


Zubereitung:
Muscheln in eine große Schüssel mit kaltem Wasser schütten und 1 Minute kräftig darin waschen. Dann alle beschädigten und immer noch nicht geschlossenen Muscheln entfernen und wegschmeißen. Restliche Muscheln unter fließendem Wasser bürsten und evtl. vorhanden „Bärte“, das sind kleine grüne Fäden an am Schalenschlitz, abschneiden. Nochmals gut durchwaschen und in ein Sieb zum Abtropfen geben.

Gemüse putzen und ca. 1 cm groß würfeln. Zwiebeln schälen, halbieren und in etwa 4 mm dicke Scheiben schneiden. Zusammen mit den gewürfelten Gemüsen, dem Wein, den Lorbeerblättern, kleingehacktem Knoblauch, 1 TL Salz, reichlich Pfeffer und 750 ml Wasser in einem großen Topf mit Deckel erhitzen und etwa 5 min. leise köcheln lassen.

Dann den Sud kräftig aufkochen und die Muscheln dazugeben, Deckel auflegen und kräftig weiterkochen lassen. Nach etwa 4 min. haben sich die Muscheln geöffnet. Den Topf vom Feuer nehmen, 3 EL Butter zufügen, die Muscheln einmal umrühren und mit einer Siebkelle mitsamt dem Gemüse in tiefe Teller verteilen, dabei immer noch geschlossenen Muscheln und leere Schalen entfernen. Den Sud nochmals kräftig abschmecken und über die Muscheln schütten. Darauf achten, dass eine leere große Doppelschale als „Muschelzange“ obenauf liegt. Einen zweiten Suppenteller umgekehrt über die Muscheln stülpen. Er dient beim Essen als Ablage für die leeren Schalen.

Muscheln sofort mit je einer Scheibe dick bebuttertem Pumpernickel servieren.

Nicht vergessen, einen Esslöffel mit einzudecken zum Auslöffeln des Suds.

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Dazu gibt es eine Scheibe Pumpernickel, dick mit Butter bestrichen. Und am Ende löffelt man den pfefferscharfen Sud mit den Zwiebeln und Gemüsestücken. Wetten, dass Sie danach wieder Durst auf ein paar Gläser Altbier haben?

Fisch – wild und frisch

19.12.2007 vonFranz

An kalten, dunklen Wintertagen träumt so mancher von hellen, wärmeren Zeiten. Und nach all den schweren, warmen, winterlichen Aromen keimt bei mir schon die Sehnsucht nach leichter, frischer Frühlingskost.
„Frische Küche“ von Michele Cranston ist ein hübsches Büchlein mit vielen schönen und einfachen Rezepten der leichten Küche und landete nach einem Stadtspaziergang für ein paar Cent vom Bücherwühltisch in meinem Kochbuchregal. Gestern habe ich einer kleinen Gästerunde ein Lachs-Carpaccio daraus als Vorspeise serviert: alle, und auch ich, waren recht angetan …

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1

Titel: Carpaccio vom Wildlachs mit mariniertem Fenchel
Kategorien: Fisch, Sashimi, Vorspeise
Menge: 4-6 Portionen


Zutaten:
300 g roher Wildlachs bester Qualität
1/2 kleine runde Fenchelknolle mit Grün
1 Limette, der Saft
1 TL Zucker
1/2 TL Meersalz
1 TL Minze, feingehackt
1-2 EL kleine Kapern, in Salz eingelegt
schwarzer Pfeffer, geschrotet
Olivenöl

Quelle:
frei nach “Frische Küche” von Michele Cranston
– Erfasst *RK* 19.12.2007 von
– Franz Schumacher


Zubereitung:
Fenchel putzen und z.B. mit dem Trüffelhobel in hauchfeine, durchsichtige Streifen schneiden und mit Limettensaft, Salz, Zucker und der feingehackten Minze mindestens 1 Std. marinieren.
Dann die Teller mit der Hälfte des Fenchels jeweils in der Mitte auslegen.

Lachs auf Gräten untersuchen, evtl. entfernen. Mit einem sehr scharfen Messer mit dünner Klinge schräg in hauchdünne Scheiben schneiden und auf den Fenchel setzen.

Restlichen Fenchel auf dem Lachs verteilen. Reste der Marinade darüberträufeln.

Kapern von überschüssigem Salz befreien, evtl. hacken und mit dem geschroteten Pfeffer über den Lachs streuen, mit etwas Fenchelgrün ausdekorieren.

Mit lauwarmem Baguette servieren.

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Laut „Silberlöffel“, der italienischen Kochbibel, ist der runde Fenchel für den Rohgenuss besser geeignet als sein flacher Bruder (oder Schwester?). Ich habe an anderer Stelle schon mal gelesen, dass die runde Sorte aromatischer sei.

Das Ganze funktioniert natürlich auch bestens mit rohem Schwertfisch in Sashimi-Qualität. Wer keinen rohen Fisch essen mag, kann auch Räucherlachs oder geräucherten Schwertfisch (ganz was Feines!) verwenden.

In Christkinds Speiseplan gespitzelt

16.12.2007 vonFranz

Gerade noch rechtzeitig angelandet wurde der Fang, der sich hinter dem
16. Türchen des Kulinarischen Adventkalenders verbirgt:

Mit kostbaren Aromen des Orients kommt dieses weihnachtlich duftende Fischgericht schon zur Adventszeit festlich daher – vielleicht, damit auch Sie es an den Feiertagen auf den Tisch bringen können?

Rotbarbenfilets mit Honig-Rosmarin, Gewürzreis und karamellisierten Cranberries

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1

Titel: Rotbarbenfilets mit Honig-Rosmarin, Gewürzreis und karamellisierten Cranberries
Kategorien: Fisch
Menge: 4 Personen


Zutaten:
Fisch und Honigmarinade:
Rotbarbenfilets (pro Person 1 großes oder 2 kleine)
3-4 EL Honig
1 EL frische Rosmarinnadeln, fein gehackt
50 ml Fischfond
Fleur de sel
Mehl zum Pannieren der Hautseite
Pankomehl zum Panieren des Fischfleisches

Gewürzreis:
200 g Basmatireis
5 Kardamomkapseln, den Samen, gemahlen
1 Prise Safran
4 Nelken, gemahlen
3 Sternanis
1 Stück Zimtstange (ca. 5 cm)
1 Prise Salz
2 Eier (M)
2 EL Butter

ausserdem:
ca. 150 g Cranberries
2 EL Zucker
2 EL Wasser

Quelle:
frei nach Johann Lafer
– Erfasst *RK* 02.11.2007 von
– Franz Schumacher

Zubereitung:
Fischfond mit Honig und Rosmarin aufkochen und auf die Hälfte reduzieren, beiseite stellen.

Den Reis waschen und in einem knappen halben Liter kaltem Wasser mit den Gewürzen in einem Topf mit geschlossenem Deckel aufkochen lassen. Sobald der Reis kocht, den Ofen ausschalten und en Reis etwa 12 bis 15 min. garziehen lassen. Am Ende den Deckel abheben, damit evtl. überschüssige Flüssigkeit verdampft. Zimtstange und Sternanis entfernen. Butter unter den Reis rühren, kurz abkühlen lassen. 1 bis 2 Eier verschlagen und unter den Reis rühren.

Kleine Tassen oder Ringe bebuttern, mit dem Reis füllen und bei 120 Grad im Ofen etwa 15 -20 min. aufwärmen und stocken lassen.

Cranberries mit je 2 EL Zucker und Wasser aufkochen, bis sie zu Platzen beginnen, warm stellen.

Vorbereitete Fischfilets auf der Hautseite nur dünn mehlieren, die Fleischseite mit dem Honig-Rosmarin-Fond bestreichen, etwas Fleur de Sel aufstreuen, leicht andrücken und mit Pankomehl panieren. In reichlich Öl bei Mittelhitze in einer großen Pfanne zunächst auf der Pankomehl-Seite hellbraun braten, umdrehen und auch auf der mehlierten Hautseite kurz weiterbraten, warmstellen.

Honig-Rosmarin-Fond anwärmen, evtl. verdünnen oder weiter einkochen lassen.

Anrichten:
Reisküchlein vorsichtig aus den Tassen stürzen oder aus den Ringen auf vorgewärmte Teller drücken, Fischfilets und Cranberries anlegen, Deko-Gewürze zufügen. Honig-Rosmarin-Fond ringsum auf die Teller träufeln.

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Der Reis lässt sich gut vorbereiten und wird etwa 20 min. vor dem Servieren im Ofen gewärmt.

Falls Sie Rotbarbenfilets verwenden, sollten Sie die Gräten sorgfältig mit einer Fischgrätenpinzette entfernen. Etwa 7 bis 8 Gräten stecken in jedem Filet drin, tief in der Mitte. Man kann sie gut spüren, wenn man mit den Fingerspitzen von vorn nach hinten über das Filet streicht.

Rotbarbenfilets sind manchmal schwierig zu bekommen. Auch mit filetiertem Seewolf zubereitet sollte dieses Rezept ein besonderes Festtagsgericht ergeben. Natürlich können Sie auch jeden anderen festfleischigen Fisch verwenden. Aber – je aromatischer das Fischfleisch, desto besser.

Pankomehl ist ein japanisches Paniermehl aus dem Asia-Laden, das aus Weizenmehl, Zucker, Salz, Hefe und pflanzlichem Öl besteht. In Pankomehl gebratene oder frittierte Speisen werden besonders schön knusprig. Den Fisch habe ich lediglich auf der empfindlichen Innenseite damit panniert, damit er auch da eine schöne Kruste bekommt. Natürlich muss das nicht unbedingt sein – nur auf der Haut kross gebraten schmeckt er auch toll.

Bei der Tellerdeko ist es hübsch, wenn Sie je einen Anisstern und ein Stück Zimtstange mit etwas Öl bepinseln.

Cranberries habe ich bei uns auf dem Markt bisher nur im Herbst und Winter gesehen.Man kann sie aber gut einfrieren und so das ganze Jahr über als pikante Würze verwenden.

“Noch’n Gedicht”

15.11.2007 vonFranz

heißt ein Gedichtbändchen von Heinz Erhardt. Wer war Heinz Erhardt?
In den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts im letzten Jahrtausend war er ein beliebter deutscher Komiker. Da gab es den Begriff „Comedian“ bei uns noch nicht, und Erhardt war wirklich komisch, denn seine Rollen waren immer auch ein bisschen tragisch. Lange her, ein Klassiker.

Ein Klassiker ist auch mein heutiges Rezept und wahrscheinlich noch viel, viel älter:
Bratfisch mit Schmorgurken. Das klingt nicht so lecker, wie es tatsächlich ist und wenn man’s richtig gut hinkriegt, schreien die Lieben daheim im Chor nach mehr.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1

Titel: Bratfisch mit Schmorgurken
Kategorien: Fisch
Menge: 4 Portionen


Zutaten:
4 Fischfilets mit Haut, entschuppt und entgrätet
etwas Mehl
Öl zum Braten
Zitronensaft
Salz, Pfeffer
12 kleine Schmorgurken
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 EL Butter
1 Prise Zucker
2 TL Senf
3-4 EL Creme fraiche
Salz, Pfeffer
Cayenne
Zitronensaft
Basilikumblätter


Quelle:
– Erfasst *RK* 15.11.2007 von
– Franz Schumacher

Zubereitung:
Gurken schälen, halbieren, kerne herauskratzen. Gurkenhälften in mundgerechte schräge Stückchen schneiden.
Zwiebel und Knoblauch schälen, fein würfeln und in der Butter anschwitzen. Gurkenstückchen zugeben, leicht zuckern, gut salzen und mit geschlossenem Deckel etwa 3 min. schmoren. Senf, Creme fraiche, Pfeffer und Cayenne zufügen, mit Salz und Zitronensaft abschmecken, kurz aufkochen, dann beiseite stellen und warmhalten.

Den Fisch in 4-5 cm breite Stücke schneiden und auf der Hautseite mit einem sehr scharfen Messer quer einschneiden, damit er sich nicht beim Braten wölbt. Die Fischstücke auf der mit Mehl bepuderten Hautseite in heißem Öl in einer Pfanne braten bis die Haut kross geröstet ist, das Fischfleisch auf der Oberseite aber noch ganz leicht rosa. Die Fischstücke salzen, leicht pfeffern und auf einen Teller in den auf 80 Grad vorgeheizten Ofen stellen und etwa 2 -3 min. leicht nachziehen lassen.

In der Zwischenzeit das Schmorgemüse nochmals erwärmen, wahrscheinlich erneut mit Salz und Zitronensaft kräftig abschmecken und feingeschnittene Basilikumblättchen unterheben. Gemüse auf Tellern anrichten, Fischstücke auf der Fleischseite mit Zitronensaft beträufeln und mit der Hautseite nach oben auf den Schmorgurken anrichten. Mit Basilikum dekorieren und mit ausgelassener Butter beträufeln.

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Einfach, preisgünstig, köstlich – so, wie ein Klassiker sein soll. Bei uns gab’s buttrigen Kartoffelstampf dazu. Die Filets hatte ich von einem großen Endstück Schellfisch geschnitten, es geht natürlich auch mit jedem anderen festfleischigen Fisch, auch mit Makrele oder Wolfsbarsch, je nach Geldbeutel. Wenn Sie keinen ganzen Fisch kaufen wollen, bestellen Sie Fischfilets mit Haut beim Händler vor. Die Haut wird durch das Braten übrigens so kross, dass man sie meist mitessen kann – köstlich!

Für die Schmorgurken hatte ich beim Türken ganz kleine Exemplare gekauft. Ich dachte, die wären ganz jung und hätten wenig Kerne. Weit gefehlt, es waren tatsächlich nur Miniausgaben der großen Exemplare, also ebenfalls mit Kernen, die man herauskratzen muss. Allerdings hatten die Gürkchen einen schönen, intensiven Geschmack.


Noch’n Gedicht?

Fischküchlein mit scharfer Salsa

27.07.2007 vonFranz

Fischfrikadellen sind auf jeder Party der Hit. Aber nicht nur als Fingerfood, sondern auch als vollwertiges Essen, besonders an heißen Tagen, kommen mir die kleinen, pikanten Küchlein immer recht. Anders als sonst dienen hier kleine Nudeln als Binde- und Füllmittel. Die Küchlein halten gut ihre Form und lassen sich problemlos verarbeiten. Sie werden nicht so fest und füllig, weil sie nicht mit viel Mehl oder Panniermehl gebunden sind. Das Salz sollte man dennoch erst kurz vor dem Ausbacken an den Teig geben, weil es immer etwas Feuchtigkeit zieht.
Das gilt auch für die Salsa, die erst kurz vor dem Servieren gesalzen und gezuckert wird.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1
Titel: Fischfrikadellen mit scharfer Salsa
Kategorien: Fisch, Fingerfood
Menge: 4 Personen

Zutaten:
Salsa:
2 groß. Fleischtomaten
1 Frühlingszwiebel
2 Koblauchzehen
1 Teel. Oregano
1-2 Peperoncini
Salz
Zucker

Fischfrikadellen:
100 Gramm Fadennudeln (z.B. Capelli oder Glasnudeln)
500 Gramm Fischfilet
2 Essl. Glatte Petersilie
1 klein. Rote Paprikaschote
3 Essl. Parmesan, gerieben
30 Gramm Mehl
2 Frühlingszwiebeln
2 Eier
Currypulver
Salz, Pfeffer aus der Mühle
Öl zum Braten
Rucola

Quelle:
frei nach Das große Pasta-Kochbuch, Bellavista
– Erfasst *RK* 27.07.2007 von
– Franz Schumacher

Zubereitung:
Für die Salsa die Tomaten mit heißem Wasser überbrühen, abschrecken, Haut abziehen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Die Frühlingszwiebel, die Peperoncini und die Knoblauchzehen fein hacken. Alles mit dem Oregano würzen und 1 Std. ziehen lassen.
Die Nudeln in kurze Stücke brechen und in stark gesalzenem Wasser gar kochen, abgießen und abkühlen lassen. Fischfilets säubern, evtl. Gräten ziehen. Die Hälfte in kleine Würfel schneiden, die andere Hälfte mit den Eiern im Cutter zu Mus zerklenern. Fischwürfel mit dem Mus verrühren, kaltstellen. Petersilie fein hacken, Paprika und Frühlingszwiebeln fein würfeln, unter die Fischfarce rühren, mit Curry, Pfeffer, reichlich Salz, Parmesan und Mehl zu einem Teig verrühren. Abgekühlte Nudeln unterrühren. Abschmecken. Mit einem Eisportionierer 20 Kugeln abstechen, mit feuchten Händen zu kleinen, flachen Frikadellen formen und portionsweise in reichlich Öl in der
Pfanne ausbacken. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und auf Rucola anrichten.
Salsa erst jetzt mit Salz und Zucker würzen und zu den Frikadellen reichen.

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Bei der Bearbeitung des Fisches solles immer gut gekühlt zugehen und auch der fertige Teig (ohne Salz) sollte ein bisschen im Kühlschrank durchziehen.

So werden die Frikadellen schön gleichmäßig.

Die Küchlein werden auf mittlerer Hitze langsam ausgebacken. Sie sollen nicht dunkel werden.

Wer mag, gießt etwas Ponzu-Sauce über den Fisch: Limonensaft und Sojasauce zu gleichen Teilen gemischt und bei Bedarf mit etwas Puderzucker verrührt.

Sashimi vom Loup de mer auf Italienische Weise

13.07.2007 vonFranz

recipe in English


Japanisch – Italienisch? – Hier ist ein ungewöhnlicher, besonders feiner Fischgang für ein Menü. Auch Leute, die eigentlich keinen rohen Fisch mögen, werden begeistert sein. Der Fisch muss natürlich taufrisch und von bester Qualität sein. Dieses Rezept ist auch mein Beitrag für The Heart of the Matter #5 – Waterlife

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1
Titel: Sashimi vom Loup de mer “Italia”
Kategorien: Fisch
Menge: 6 Portionen

Zutaten:
6 Filethälften vom Loup de mer (ohne Haut)
1 Schale Chiso-Kresse (oder Gartenkresse, Brunnenkresse)
200 ml Olivenöl
50 ml Sojasauce
50 ml Zitronensaft
4 Essl. Balsamico
Salz und Pfeffer

Quelle:
Steffen Henssler, ndr
– Erfasst *RK* 13.07.2007 von
– Franz Schumacher

Zubereitung:
Öl in einem Topf erhitzen. Die Fischfilets mit langen, schrägen Schnitten ziehend in möglichst dünne Scheiben schneiden. Die Scheiben sollten nur wenige Millimeter dick sein. Scheiben flach auf einer großen Platte verteilen und ordentlich mit Salz (Fleur de sel) und Pfeffer (schwarz, frisch gemörsert) würzen.
Die Kresse hacken und darüber geben. Dann das heiße Öl mit einem Löffel direkt auf den Fisch und die Kresse auftragen – dadurch gart der Fisch. Danach etwas Ponzu-Soße (Sojasoße 1:1 mit frisch gepresstem Zitronensaft vermischt) und etwas Balsamico-Essig darüber geben.

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Durch das Übergießen mit dem heißen Olivenöl gart der Fisch ein bisschen an und ist nicht mehr absolut roh. Durch den Wassergehalt der Kresse zischt und spritzt es ganz gut auf der Platte. Man sollte sich also gut üpberlegen, wo man das Öl darübergießt und gegebenenfalls die Umgebnung mit etwas Küchenpapier schützen. Auch den Plattenrand muß man danach etwas trockenwischen.
Natürlich kann man auch andere Fische für dieses Gericht verwenden. Sie sollten aber ein festes Fleisch haben und nicht zu empfindlich sein. Mein Fischhändler meint, auch Zander würde sich gut dafür eignen. Aber ich finde, Seewolf schmeckt um Klassen besser.

Mit der Ponzu-Sauce und dem Balsamico sollte man etwas vorsichtig sein. Alle Säfte zusammen tunkt man am besten mit einem frischen Stück Brot vom Teller.

Fischfilet im Kartoffelspaghetti-Mantel mit Peperonata

23.02.2007 vonFranz

Diese Variante von Fischfilet im Kartoffelmantel besitzt den Vorteil, dass die Kartoffeln sicher am Fisch haften bleiben. Außerdem sieht es toll aus. Wichtig ist, eine festkochende Sorte zu nehmen, damit die Kartoffelspaghetti nicht brechen.



==========  REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1
Titel: Fischfilet mit Kartoffelspaghetti
Kategorien: Fisch
Menge: 4 Postionen

Zutaten:
4            Fischfilets á ca. 120 g
3      groß. Festkochende Kartoffeln
Zitronensaft
3            Paprikaschoten (rot,gelb,grün)
1            Scharfe Pepperoni
2            Knoblauchzehen
2     mittl. Zwiebeln
Salz, Pfeffer, Zucker
Olivenöl
1      Bund  Rucola

Quelle:
eigenes Rezept
– Erfasst *RK* 23.02.2007 von
– Franz Schumacher

Zubereitung:
Geschälte Kartoffeln mit Hilfe eines Gemüseschneiders (z.B. von der
Fa. LURCH) zu langen Spaghetti schneiden. Fischfilets in
Zitronensaft marinieren, abtupfen, gut salzen und pfeffern, dann in
Kartoffelspaghetti einrollen. In heißem Olivenöl von beiden Seiten
in der Pfanne braten, bis die Kartoffeln gebräunt sind. Herausnehmen
und auf Papier abtropfen lassen.

Während die Fische braten, die geputzten und in Stücke geschnittenen Paprika mit feingewürfeltem Knoblauch und Pepperoni und den in Spalten geschnittenen Zwiebeln scharf braten. Dabei mit 2 TL Zucker, geschrotetem Pfeffer und reichlich Salz würzen. Die Paprikastückchen sollten leicht anbraten, aber noch etwas Biss haben.

Zusammen mit dem Fisch auf Rucola anrichten. Die Kartoffelspaghetti
noch etwas nachwürzen.

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Die Peperonata sollte recht scharf gewürzt sein und auf alle Fälle leicht “anbrennen”. Unbedingt auch auf genug Salz achten, Paprika schlucken davon recht viel. Wer mag, fügt noch seine Lieblingskräuter, z. B. Rosmarin hinzu.

Im Grunde ist das deftige Hausmannskost. In einer kleineren Portion kann der Fisch im Kartoffelmantel durchaus auch ein Gang für ein Gästessen sein. Dazu würde ich ihn mit folgender Sauce anrichten:

==========  REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1
Titel: Paprika-Zabaione
Kategorien: Sauce zu Sparge, Fisch
Menge: 4-6 Portionen

Zutaten:
2            Rote Paprika
1            Zwiebel
250        ml  Brühe
Etwas  Weißwein
Thymian
Cayennepfeffer
Sahne / Schmand
Butterflöckchen
Zucker
Zitronensaft
Salz, Pfeffermühle

Quelle:
Michel Roux
– Erfasst *RK* 23.02.2007 von
– Franz Schumacher

Zubereitung:
Paprika und Zwiebel putzen und würfeln, in der Brühe mit Thymian und Weißwein etwa 15 min. weichkochen, kurz vor dem Servieren mit den restlichen Zutaten abschmecken und 1 Minute lang aufmixen, evtl. nochmals anwärmen.

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Diese Sauce schmeckt auch göttlich in der Spargel-Lasagne:

Immer Sauce, Nudelplatten, Sauce, gekochten Spargel, Sauce, Nudelplatte usw. mindestens 2x schichten, mit Sauce aufhören. Alles mit geriebenem Käse und Butterflöckchen hellbraun überbacken: echtes Soul food !

Achtung: für 4 Lasagne-Portionen braucht man recht viel Sauce: mindestens 1 Liter.

Fischrezepte

31.01.2007 vonFranz

Fisch

Bohnensauce mit gebratenem Fisch

Bohnen-Thunfisch-Salat

Brandade de morue – Stockfisch-Creme

Bratfisch mit Schmorgurken

Crevetten im Wirsingmantel mit Safransauce

Dorade – im Ofen gegrillt

Fischauflauf mit Bergkäse überbacken

Fisch im Brickteig

Fischküchlein mit scharfer Salsa

Fischroulade (Girelle ai due pesci)

Fischsuppe wie ich sie mag

Heilbuttmousse

Jakobsmuscheln

Jakobsmuscheln, Blumenkohlpüree, Knoblauchbutter, Rucola

Jakobsmuscheln mit Mohn

Kabeljau mit Blumenkohlpüree und Knoblauchbutter

Kabeljau gebraten mit Kapernbutter

Kabeljau im Kartoffelsud mit Schmorzwiebeln

Skrei (Kabeljau) en papilote mit Tomaten und Basilikum

Lachs in Dunkelbiersud mit Gemüselinsen

Lachs glasiert auf Blattspinat mit Thymian-Senf-Rahm

Lachs-Carpaccio mit mariniertem Fenchel

Lachsersatz-Häppchen

Lachs-Tartar mit Avocado und Blattsalat-Sauce

Makrelencreme

Muscheln gratiniert

Muscheln rheinische Art

Pasta mit Telline

Persische Linsensuppe mit Räucherfisch (oder Kaviar)

Pulpo

Rotbarben mit Honig-Rosmarin und karamellisierten Cranberries”

Rotbarsch auf mediterranen Gemüsen

Saibling auf Salz gegart

Saiblingfilet mit geschmortem Radicchio

Sashimi vom Loup de mer auf italienische Art

Seefisch asiatische Art

Seezunge in Salzbutter gebraten

Seeteufelbäckchen

Seezunge in Salzbutter gebraten

Sepia gegrillt mit Frühlingszwiebeln

Thunfisch mariniert auf Rettichsalat

Tintenfischsalat

Wolfsbarsch im Blätterteigmantel


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Garnelen mit Knoblauch-Basilikum-Panna-Cotta

12.01.2007 vonFranz


Eine hübsche, hocharomatische Vorspeise, die ohne Mühe schnell herzustellen ist. Zum Auslösen der Panna-Cotta aus den Förmchen braucht man allerdings etwas Fingerspitzengefühl. Einfacher ist folgendes : eine 2-3 cm tiefe Form wird mit Frischhaltefolie etwas überstehend ausgelegt und mit der Creme ausgegossen. Wenn die Form ein paar Stunden stark durchgekühlt geruht hat, wird sie auf ein glattes Brett gestürzt. Man hält die überstehende Folie auf dem Brett fest und kann die Form abheben.
Jetzt sticht man aus dem Panna-Cotta-Kuchen beliebige Formen aus, entfernt die überschüssigen Ränder und plaziert die Stücke vorsichtig auf Teller. Die Reste der Creme kann man verrühren, nochmals durchkühlen und mit zwei Löffelchen geformt erneut servieren. Das Einfrieren der Panna-Cotta ist problemlos.

Hier also mein Beitrag zum Garnelen, Scampi & Co.-Koch-Event im Januar 2007.


==========  REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1
Titel: Garnelen mit Knoblauch-Basilikum-Panna-Cotta
Kategorien: Vorspeise, Fisch, Italien
Menge: 6 Portionen

4   Blätter  Weiße Gelatine
250     Gramm  Schlagsahne
1            Knoblauchzehe
3            Basilikumzweige
250        ml  Buttermilch
Salz, Pfeffer
1     Prise  Zucker
18            Riesengarnelen
1      Teel. Peperoniwürfel, frisch
2            Knoblauchzehen in Scheibchen
3      Essl. Olivenöl
Meersalz, Pfeffer
2-3      Essl. Zitronensaft

============================== QUELLE ==============================
nach essen & trinken 10/2002 S.78
– Erfasst *RK* 12.01.2007 von
– Franz Schumacher

Gelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken, in 3 EL Sahne
auflösen. Knoblauch, Basilikumblätter, restliche Sahne, Zucker,
Buttermilch im Mixer pürieren, salzen, pfeffern. Gelatine
unterrühren und in Förmchen über Nacht im Kühlschrank fest werden
lassen.

Garnelen im Olivenöl stark anbraten (2-3 min.), Knoblauchscheibchen
und Peperoniwürfel untermischen, gut salzen, mit Pfeffer und
Zitronensaft würzen.

Panna Cotta stürzen (mit Messer auslösen, warmes Wasser) und mit den
lauwarmen Garnelen servieren.

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=====

Eine hübsche, verblüffende Dekoration ist der Tomatenchip:

Eine vollfleischige Flaschentomate in ca. 2 mm dicke Scheiben schneiden, leicht salzen und zuckern und zwischen Backpapierblättern im Ofen bei niedrigster Stufe langsam trocknen lassen. Das kann schonmal 8 Stunden oder länger dauern. Ab und zu sollte man mit einem flachen Spachtel die Konsistenz der Scheibchen prüfen: am Ende sind sie hart wie Chips – und schmecken intensiv und würzig. Wenn man ein ganzes Blech davon macht, kann man sie zwischen Blättchen gelegt auch tiefgefroren lagern. Im Grunde müsste das mit fast jedem Obst und Gemüse funktionieren.

Makkaroni mit Endivie und Räucherlachs

04.01.2007 vonFranz

Heute wieder ein ganz schnelles, einfaches, köstliches Nudelgericht. Und weil es jetzt die tollen, saftigen Endivien-Salatköpfe gibt, konnte ich beim Einkaufen nicht widerstehen.


==========  REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1
Titel: Makkaroni mit Endivie und Räucherlachs
Kategorien: Nudeln, Fisch
Menge: 4 Portionen

Zutaten:
500     Gramm  Gewaschene Endivie (krauss oder glatt)
2            Lauchzwiebeln
250     Gramm  Champignons
1            Grüne Chilischote
Olivenöl
Zucker
Weisswein
200     Gramm  Creme fraiche
Salz, Pfeffer
Muskatnuss
Zitronensaft
2      Essl. Kapern
2      Essl. Gehackte glatte Petersilie
200     Gramm  Räucherlachs
360     Gramm  Makkaroni-Nudeln

Quelle:
eigenes Rezept
– Erfasst *RK* 04.01.2007 von
– Franz Schumacher

Zubereitung:
Blättrig geschnittene Champignons in Olivenöl anbraten,
Lauchzwiebeln und Chilischote feingehackt zugeben, 1 TL Zucker
anstreuen, kurz andünsten, ablöschen mit einem Schuss Weißwein.
Endivienblätter in ca. 2 cm breite Streifen schneiden, in den Topf
geben und zusammenfallen lassen. Creme fraiche unterrühren, mit Salz,
Pfeffer und Muskatnuss pikant würzen, Kapern und Petersilie
dazugeben und alles mit Zitronensaft abschmecken.

Nudeln nach Vorgabe mit Salz (Meerwasser-Konzentration! = 25 g Salz
pro Liter)kochen, eine Tasse des Kochwassers zum Verdünnen der Sauce
beiseite stellen, abschütten. Lachs in Streifen schneiden, die
Hälfte davon mit der Endiviensauce unter die Nudeln rühren. Bei
Bedarf etwas vom Nudelwasser zugeben.

Auf Tellern anrichten, restliche Lachsstreifen auflegen.

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=====


Nudeln werden tatsächlich in sehr stark gezalzenem Wasser gekocht. Jedenfalls in Italien. Und so schmecken sie mir eigentlich immer:

Strand gut

18.05.2012 vonFranz


Nein, ich wollte mir doch kein neues Kochbuch mehr kaufen!
Müßiggängerisch schlendere ich in eine Buchhandlung, lande zufällig in der Kochbuchabteilung, obwohl der Titel mich wenig anspricht schlage ich im Vorübergehen das Sansibar-Kochbuch auf, stutze, halte, lese, staune, kaufe.

Das war gestern, und heute gab’s Marinierter Thunfisch auf Rettichsalat: klein, fein, delikat, ein idealer Einstieg zu einem sommerlichen Menü.

==========  REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4

Titel: Marinierter Thunfisch mit Rettichsalat
Kategorien: Vorspeise, Fisch
Menge: 4 Portionen

1     klein. Rettich
2            Limetten
Salz
1    Becher  Creme fraiche
Reisessig
1      Teel. Flüssiger Honig
Helle Sojasauce
Olivenöl
200     Gramm  Frischer Thunfisch
Wasabipulver
Weißer oder schwarzer Sesam

============================ QUELLE ============================
frei nach Sansibar-Kochbuch
– Erfasst *RK* 23.04.2010 von
– www.einfachkoestlich.com

Marinade anrühren aus 100 g Creme fraiche, dem Saft einer Limette
und einer guten Prise Salz. Rettich schälen, in feine Streifchen
hobeln, säuern (wegen der Farbe), leicht salzen (um das Wasser zu
entziehen), gut vermengen und etwa 1/2 Std. ziehen lassen, dann
abgießen und ausdrücken, mit der Marinade vermischen.

Thunfisch in kleine Würfel schneiden und in 2 TL Reisessig (oder
Limettensaft), 1 TL Honig, 2 EL Sojasauce, 2 EL Olivenöl marinieren.

Wasabicreme anrühren aus 3 EL Creme fraiche, 1 TL Limettensaft,
Wasabipulver (oder -Paste) nach Geschmack.

Rettichsalat etwas abtropfen lassen, in Cocktailgläser füllen,
darauf den Thunfisch, obenauf die Wasabicreme. Mit schwarzem
Sesamsamen dekorativ bestreuen (weißen Sesamsamen voher in einer
trockenen Pfanne leicht anrösten).

=====

Zum Marinieren des Fisches könnte man alternativ auch Teriyakisauce
nehmen und hauchfeine Streifchen von Frühlingszwiebeln als Deko.


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