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Frittierte Teigkreise (Torta Frota)

30.07.2007 vonFranz

Auf arte -TV laufen im August wieder einige Folgen der Serie “Zu Tisch in …”. Die Reihe gehört zu meinen Lieblings-Kochsendungen, denn es werden immer typische und meist auf sehr einfache Weise zubereitete lokale Spezialitäten vorgestellt.
In der Folge über einen argentinischen Rinderzüchter kam das Rezept eines Schmalzgebäcks vor, auf das ich beim Zuschauen sofort Appetit bekam. Im Originalrezept bestand der Teig aus 1 kg Mehl, 250 g Schweineschmalz, einem Ei und einem EL Salz. Ausgebacken wurde das ganze in ca. 1,5 kg Schweineschmalz. Nun ja, ich habe für meine Teigkreise einen Hefeteig genommen und Pflanzenöl zum Ausbacken.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1
Titel: Frittierte Teigkreise (Torta Frota)
Kategorien: Gebäck
Menge: 1 Rezept

Zutaten:
300 Gramm Mehl
12 Gramm Frische Hefe
1 Ei
120 ml Lauwarmes Wasser
1 Prise Zucker
1 Prise Salz
Öl zum Ausbacken
Zucker zum Bestreuen

Quelle:
– Erfasst *RK* 30.07.2007 von
– Franz Schumacher

Zubereitung:
Hefe mit der Prise Zucker im Wasser auflösen und zum Mehl geben. Zusammen mit dem Ei und der Prise Salz zu einem glatten, weichen Teig kneten. Je nach Größe des Eis muss man noch etwas Wasser oder etwas Mehl zugeben. Teig abdecken und verdoppeln lassen (ca. 2 Std.).
Kleine Teigkugeln abstechen und zu dünnen Kreisen ausrollen. Mit den Fingern in der Mitte ein Loch reißen und in ca. 180 Grad C heißem Öl schwimmend auf beiden Seiten hellbraun ausbacken. Herausnehmen, auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Zucker bestreuen.

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Beim Frittieren in einem Topf sollte die Ölmenge nicht höher als maximal 1/3 der Topfhöhe sein, weil das Öl aufschäumen und damit hochsteigen könnte. Das kann passieren, wenn man das Öl mehrfach zum Frittieren verwendet oder größere Mengen Frittiergut darin gebacken werden.
Die Frittiertemperatur lässt sich gut mit einem digitalen Bratenthermometer kontrollieren: mindestens 170 Grad C sollten es schon sein, aber nicht mehr als 190 Grad C. Mit eine bisschen Übung ist das kein Problem.

Damit möglichst wenig Fett auf dem Gebäck bleibt, tupfe ich es mit einem zusammengeknüllten Küchenpapier ab. Dann kommt der Zucker darüber.

Fischküchlein mit scharfer Salsa

27.07.2007 vonFranz

Fischfrikadellen sind auf jeder Party der Hit. Aber nicht nur als Fingerfood, sondern auch als vollwertiges Essen, besonders an heißen Tagen, kommen mir die kleinen, pikanten Küchlein immer recht. Anders als sonst dienen hier kleine Nudeln als Binde- und Füllmittel. Die Küchlein halten gut ihre Form und lassen sich problemlos verarbeiten. Sie werden nicht so fest und füllig, weil sie nicht mit viel Mehl oder Panniermehl gebunden sind. Das Salz sollte man dennoch erst kurz vor dem Ausbacken an den Teig geben, weil es immer etwas Feuchtigkeit zieht.
Das gilt auch für die Salsa, die erst kurz vor dem Servieren gesalzen und gezuckert wird.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1
Titel: Fischfrikadellen mit scharfer Salsa
Kategorien: Fisch, Fingerfood
Menge: 4 Personen

Zutaten:
Salsa:
2 groß. Fleischtomaten
1 Frühlingszwiebel
2 Koblauchzehen
1 Teel. Oregano
1-2 Peperoncini
Salz
Zucker

Fischfrikadellen:
100 Gramm Fadennudeln (z.B. Capelli oder Glasnudeln)
500 Gramm Fischfilet
2 Essl. Glatte Petersilie
1 klein. Rote Paprikaschote
3 Essl. Parmesan, gerieben
30 Gramm Mehl
2 Frühlingszwiebeln
2 Eier
Currypulver
Salz, Pfeffer aus der Mühle
Öl zum Braten
Rucola

Quelle:
frei nach Das große Pasta-Kochbuch, Bellavista
– Erfasst *RK* 27.07.2007 von
– Franz Schumacher

Zubereitung:
Für die Salsa die Tomaten mit heißem Wasser überbrühen, abschrecken, Haut abziehen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Die Frühlingszwiebel, die Peperoncini und die Knoblauchzehen fein hacken. Alles mit dem Oregano würzen und 1 Std. ziehen lassen.
Die Nudeln in kurze Stücke brechen und in stark gesalzenem Wasser gar kochen, abgießen und abkühlen lassen. Fischfilets säubern, evtl. Gräten ziehen. Die Hälfte in kleine Würfel schneiden, die andere Hälfte mit den Eiern im Cutter zu Mus zerklenern. Fischwürfel mit dem Mus verrühren, kaltstellen. Petersilie fein hacken, Paprika und Frühlingszwiebeln fein würfeln, unter die Fischfarce rühren, mit Curry, Pfeffer, reichlich Salz, Parmesan und Mehl zu einem Teig verrühren. Abgekühlte Nudeln unterrühren. Abschmecken. Mit einem Eisportionierer 20 Kugeln abstechen, mit feuchten Händen zu kleinen, flachen Frikadellen formen und portionsweise in reichlich Öl in der
Pfanne ausbacken. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und auf Rucola anrichten.
Salsa erst jetzt mit Salz und Zucker würzen und zu den Frikadellen reichen.

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Bei der Bearbeitung des Fisches solles immer gut gekühlt zugehen und auch der fertige Teig (ohne Salz) sollte ein bisschen im Kühlschrank durchziehen.

So werden die Frikadellen schön gleichmäßig.

Die Küchlein werden auf mittlerer Hitze langsam ausgebacken. Sie sollen nicht dunkel werden.

Wer mag, gießt etwas Ponzu-Sauce über den Fisch: Limonensaft und Sojasauce zu gleichen Teilen gemischt und bei Bedarf mit etwas Puderzucker verrührt.

Linsenbällchen und ein tolles Küchenutensil

24.07.2007 vonFranz

recipe in English


In USA werden gerade verrückte Küchenutensilien aus der ganzen Welt zusammengetragen. That Crazy Kitchen Gadget heißt das Event und wird betreut von Not Eating Out in New York. Sicher habt Ihr auch irgend so ein unentbehrliches Teil in der Küche, von dem man eigentlich gar nicht mehr weiß, warum es da noch hängt.

Also hier kommt mein Beitrag.

Ich denke meine Küche ist ganz gut ausgestattet. Es gibt eigentlich nichts, was ich nicht schon einmal benutzt hätte. Mag sein, dass das eine oder andere Dingsbums dann sofort mit wütendem Gebrüll in den Abfall flog. Aber davon soll hier nicht die Rede sein.

Eines meiner außergewöhnlichen Küchengeräte möchte ich hier vorstellen. Und als ich zufällig eine neues Rezept für Linsenbällchen in die Finger bekam, wusste ich: das war ein Zeichen des Himmels. Denn in diesem Rezept war von geriebener Zwiebel die Rede.

Yippee, hier kommt – nein, nicht meine Küchenreibe – hier kommt die Zwiebelbrille ins Spiel!

Zugegeben, gekauft habe ich das Ding als Taucherbrille. Aber wer schon einmal einen Sack voll Zwiebeln geschnitten hat, weiß, warum eine Taucherbrille unbedingt in jede Küche gehört.
Eben: als Zwiebelbrille.

Auf dem Foto trage ich übrigens keinen Neopren-Tauchanzug, sondern ein schwarzes Baumwoll-T-Shirt. Man kann das hier nicht erkennen, als das Bild gemacht wurde war ich zwar barfuss, trage aber keine Schwimmflossen unter dem Tisch, ehrlich.

Als ich nun begann die Zwiebeln zu reiben, tränten mir zwar nicht die Augen, aber die Zwiebeln ließen sich kaum kleinreiben. Jedenfalls habe ich sie letztlich im Cutter zu Mus gehackt. Das geht ziemlich gut und war auch einfacher.

Trotzdem war ich etwas enttäuscht, weil ich die Zwiebelbrille nun nicht mehr brauchte. Darüber hinaus stellte ich kurz darauf fest, dass das Rezept ziemlicher Mist war und das Zeugs, was ich da fabrizierte überhaupt nicht gut schmeckte.
Also habe ich alles weggeworfen und mein altes, eigenes Rezept für Currybällchen rausgekramt.

Hier ist es:

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1
Titel: Linsen-Currybällchen my style
Kategorien: Vegetarisch
Menge: 20 Kleine Bällchen

Zutaten:
Linsenbällchen:
600 ml Wasser
1 Teel. Cucuma
1 Teel. Cumin
1 Teel. Madrascurry scharf
2 Teel. Madrascurry mild
1 Teel. Rosenpaprika scharf
1 Teel. Garam Massala
1 Teel. Salz
1 Stück Ingwer, in Scheiben
1 Teel. Gemüsebrühe instant
1 Teel. Zucker
250 Gramm Braune Linsen
1 Limone, der Saft
2 Eier, verquirlt
8-10 Essl. Paniermehl
Öl zum Ausbacken

Gewürzbeutel:
Zitronengras
2 Getrocknete Chilischoten
2 Teel. Koriandersamen

Creme-Sauce:
2 Knoblauchzehen
1 Essl. Frischer Ingwer, gerieben
250 ml Passierte Tomaten
500 ml Gemüsebrühe
250 ml Schlagsahne oder cremige Kokosmilch
200 Gramm Grüne Bohnen
2 Karotten
2 Eier

Quelle:
eigenes Rezept
– Erfasst *RK* 24.07.2007 von
– Franz Schumacher

Zubereitung:
Für die Linsenbällchen das Wasser aufkochen, den Gewürzbeutel und alle Gewürze außer dem Limonensaft zugeben und 35 – 40 min. sanft köcheln lassen. Abgießen, ausdünsten lassen, die Ingwerscheiben entfernen. Die Masse mit den verquirlten Eiern und dem Paniermehl zu einem Teig verarbeiten, Limonensaft zugeben und evtl. nachwürzen mit Salz, Pfeffer, Zucker, Currypulver. Mit feuchten Händen 20 kleine Bällchen formen und in reichlich Öl ca. 3 min. portionsweise ausbacken. (ca. 3 min.). Vorsicht: das Öl kann stark aufschäumen! Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Für die Sauce die Eier hart kochen, abschrecken, pellen, würfeln. Bohnen putzen und in Salzwasser blanchieren, abschrecken. Karotten schälen, in dünne Scheiben schneiden und in etwas Butter mit Salz und Zucker andünsten, beiseitestellen. Knoblauch fein würfeln und mit dem geriebenen Ingwer in einem Topf mit 2 EL Öl sanft andünsten. Die passierten Tomaten, die Gemüsebrühe und die Schlagsahne (oder Kokoscreme) einrühren. Die Mischung kurz aufkochen lassen, dann die Hitze reduzieren und die Sauce etwa 10 Minuten leicht köcheln lassen. Die Bohnen, die Linsenbällchen und die Karottenscheiben dazugeben und bei geschlossenem Topfdeckel etwa 10 Minuten ziehen lassen. Zwischendurch ein- bis zweimal umrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, die gehackten Eier unterheben und servieren.

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Leider weiß ich noch nicht genau, an welcher Stelle der Zubereitung nun meine Zwiebelbrille zum Einsatz kommen könnte, denn in diesem wunderbaren Rezept macht man nicht so blöde Sachen wie Zwiebeln reiben. Vielleicht kann man sie beim Ingwerreiben benutzen?

Empfindliche Köche könnten die Brille ja auch beim ganz normalen Zwiebelschneiden einsetzen, oder man bereitet die Currybällchen in etwas größeren Mengen zu, sagen wir mal für 90 bis 150 Personen.
Mit solcher Nachfrage muss man nämlich rechnen, wenn man den Leuten verrät, wie gut die Currybällchen tatsächlich schmecken. Gebt also gut acht auf mein Rezept. Es ist einfach so köstlich, dass Ihr demnächst viele, viele Ingwerwurzeln dafür reiben müsst. Und dann könnt Ihr froh sein, wenn Ihr wie ich eine Zwiebelbrille immer griffbereit in Eurer Küche habt.

Pasta. Basta.

23.07.2007 vonFranz

recipe in English

Wer Spaghetti aglio e olio e peperonchino mag, wird auch diese Pasta lieben. Ich finde sogar, sie schmeckt noch mal um Längen besser.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1
Titel: Spaghetti mit Oliven, Kapern und Zitrone
Kategorien: Pasta
Menge: 2 Portionen

Zutaten:
250 Gramm Spaghetti
Salz,Pfeffer
3 Essl. Olivenöl
2-3 Frühlingszwiebeln
3 Knoblauchzehen
1 Peperoncino
100 Gramm Oliven (schwarz und grün gemischt)
4-6 Sardellen
1 Zitrone, die Filets
2 geh. EL Kapern
Parmesan

Quelle:
Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer
– Erfasst *RK* 23.07.2007 von
– Franz Schumacher

Zubereitung:
Die Spaghetti in reichlich Salzwasser bissfest kochen. In einer Pfanne Olivenöl erhitzen, gehackte Zwiebel, gehackten Knoblauch und Pepperoncino sowie die zerpflückte Sardellen dazugeben und, falls vorhanden, auch mit gehackter Petersilie andünsten. Die Oliven entsteinen und hinzufügen. Alles zusammen in die Pfanne geben, Kapern hinzu. Miteinander schmelzen. Etwas Nudelwasser angießen, damit es nicht brät. Die Zitrone filieren. Schließlich mit den tropfnassen Spaghetti in die Soße mischen. Etwas geriebenen Parmesan unterrühren, pfeffern – fertig!

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Alles, was ein Gourmet braucht. Von mir aus jeden Tag.

Eggah mit gegrillter Merguez

22.07.2007 vonFranz

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Eggah! – Klingt wie ein Schlachtruf. Sieht aus, als hätte sich eine wilde Horde marodierender Vegetarier durch die Küche gemetzelt. Schmeckt so gut, dass es zukünftig häufiger auf meinem Speiseplan stehen wird: zum Brunch, an heißen Tagen, oder einfach nur so. Voraussetzung ist aber, dass ich an Merguez komme, Paprikawürstchen aus Nord-Afrika, klein und scharf, die es bei uns nicht zu kaufen gibt. In Frankreich bekommt man sie in fast jedem Supermarkt. Und als Freunde Ihre Verwandten im Saarland besucht haben, dachten sie auch an mich und brachten mir ein paar Merguez mit, wahrscheinlich nicht ganz uneigennützig.
Die ist wieder einmal ein Rezept aus dem schönen Buch “nur das beste” von Michel Roux. Leuten, die öfter in meinem Blog vorbeischauen ist er kein Unbekannter. Ursprünglich ist es ein marokkanisches Gericht.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1
Titel: Eggah mit gegrillter Merguez
Kategorien: Eier, Brunch
Menge: 4 Personen

Zutaten:
6 klein. Merguez (würzige Grillwürste aus Nord-Afrika)
120 Gramm Tomaten
180 Gramm Kartoffeln
4 Essl. Olivenöl
2 Knoblauchzehen, feingewürfelt
1/2 Teel. Harissa Paste
8 Eier
1 Teel. Gemahlener Kreuzkümmel
1/2 Teel. Koriandersamen
10 Kardamomsamen; ca.
2 Essl. Gehackte glatte Petersilie
Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Quelle:
Michel Roux “nur das Beste”
– Erfasst *RK* 18.06.2007 von
– Franz Schumacher

Zubereitung:
Den Ofen auf 180 Grad C vorheizen. Eine gusseiserne Pfanne sehr heiß werden lassen und die Merguez darin von allen Seiten gleichmäßig bräunen. Die Würste quer und längs halbieren, damit überschüssiges Fett austreten kann und auf einem Teller beiseite stellen.

Die Tomaten enthäuten, Samen entfernen und das Fruchtfleisch in Würfel schneiden. Die Kartoffeln schälen und in Würfel von 1 cm Kantenlänge schneiden. 2 Esslöffel Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Kartoffeln bei mäßiger Hitze darin goldgelb braten, bis sie gar sind. Den Knoblauch zugeben und 2-3 Minuten mitgaren. Die Tomaten und die Harissa Paste hinzufügen und weitere 2 Minuten sanft garen.

Das restliche Öl in die hitzebeständige Form geben und auf geringer Stufe erhitzen. Kreuzkümmel, den Koriander- und den Kardamomsamen in einer Gewürzmühle zermahlen, mit etwas Salz und Pfeffer zu den Eiern geben und leicht verschlagen. Wenn das Öl heiß ist, die Eiermischung hineingießen und mit einer Gabel umrühren, als würden Sie ein Omelett zubereiten, nur bei geringerer Hitze. Sobald das Ei etwa zur Hälfte gestockt ist, die Kartoffel Tomaten Mischung zugeben und behutsam unter das Ei heben. Dann die Merguez bis zur Hälfte in das Omelett stecken.
Im Ofen weitergaren, je nachdem, wie fest Sie das Ei mögen. Mit Petersilie bestreuen und direkt in der Form servieren.

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Kartoffel- und Tomatenwürfel müssen vorgegart werden, da später der Eierteig nur gerade eben stocken soll.

Schmeckt heiß oder lauwarm, mit einem Stück Bauernbrot oder auch etwas Ratatouille.

Focaccia Schnecken (GIRELLE DI FOCACCIA)

20.07.2007 vonFranz

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Focaccia? – Immer wieder ein Genuss, besonders, wenn sie frisch aus dem Ofen kommt. Denn so schmeckt sie, wie alles Hefe-Gebäck, am besten. Und wenn sie dann noch pikant gewürzt ist, kann wirklich keiner mehr widerstehen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1
Titel: Focaccia Schnecken (GIRELLE DI FOCACCIA)
Kategorien: Brot, Gebäck, Italien
Menge: 12 Stück

Zutaten:
Teig:
500 Gramm Mehl
20 Gramm frische Hefe
Natives Olivenöl
Salz
Füllung:
2 Lauchzwiebeln
1/2 Rote Paprika
1 Zucchini (den grünen Teil)
24 Oliven
Emmentaler
Olivenöl
Salz, Pfeffer
Chili (bei Bedarf)

Quelle:
CUCINA ITALIANA 4/2007
– Erfasst *RK* 20.07.2007 von
– Franz Schumacher

Zubereitung:
Das Mehl mit einem Esslöffel Öl, der zerbröckelten Hefe, einer Prise Salz und 300 ml lauwarmem Wasser verkneten. Den Teig mit einem feuchten Tuch bedecken und stehen lassen, bis er zur doppelten Größe aufgegangen ist.
Füllung: Die Lauchzwiebeln, Paprika und Zucchini würfeln und einer Pfanne in etwas heißem Öl 2 Minuten anbraten. Danach salzen und abkühlen lassen. Den gegangenen Hefeteig etwa 1 cm dick ausrollen, das Gemüse, die entsteinten Oliven und 100 g geriebenen Emmentaler darauf verteilen. Dann den Teig von der langen Seite her aufrollen und in 12 Scheiben schneiden. Die Focaccia-Schnecken auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit etwas Öl beträufeln. Weitere 30 Minuten auf dem Blech gehen lassen und dann bei 180 Grad C mit Umluft circa 25 Minuten im vorgeheizten Backofen backen.

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Den Teig rechteckig ausrollen und gleichäßig belegen, seitlich bis zum Rand.

Achtgeben, dass die Füllung in der Teigrolle stecken bleibt.

Nach einer weiteren Ruhezeit, in der die Schnecken gut aufgehen sollen, kommt ein guter Schuss Olivenöl auf die Focaccia. Dann sofort in den vorgeheizten Ofen damit.

Eine Tasse heißes Wasser, am Anfang des Backens direkt auf den Ofenboden gegossen, gibt der Hefe nochmals etwas Auftrieb.

Schmeckt heiß oder lauwarm am besten, als deftige Beigabe zum Beispiel bei der Weinprobe? – Wohl bekomm’s.

Schwarze Nüsse (Update)

15.07.2007 vonFranz

Schwein gehabt! Bei Freunden musste ein Walnussbaum stark zurückgeschnitten werden. Dabei fielen jede Menge grüne Walnüsse an, die gerade jetzt eingelegt werden können, um zu Schwarzen Nüssen zu werden.

Glücklicherweise wurde mir ein Glas voll davon vermacht. Das muß ich nun in den nächsten drei bis vier Wochen fleißig pflegen und hegen, damit daraus frühestens in einem Jahr eine rare Köstlichkeit geworden ist. Wahrscheinlich dauert es aber auch noch länger.
Informationen, wie das Ganze funktioniert, gibt’s z.B. hier.

Fortsetzung ( 13.Juli 2007)
Nach 14 Tagen mit täglich zweimaligem Wasserwechsel waren die mit zwei Gabelpieksern perforierten Nüsse dann tatsächlich schwarz geworden. Jetzt wurden sie in Salzwasser 10 min. lang gekocht.

Nach dem Auskühlen habe ich sie mit Läuterzucker übergossen und wieder 5 Tage ziehen gelassen. Dabei wird der Läuterzucker täglich abgeseiht, aufgekocht und erkaltet wieder über die Nüsse geschüttet. Als Würze kommen übrigens noch 5 Pimentkörner und etwas Zimt dazu.

1 L Läuterzucker macht man so: 1 kg Kristallzucker in 1/2 l Wasser auflösen, auf 1 L Gesamtmenge mit Wasser auffüllen und 10 min. sprudelnd kochen lassen.

Dann, nach 5 Tagen endlich, wurden die Nüsse mitsamt dem Läuterzucker erneut aufgekocht, auf kleinere Gläschen verteilt und mit dem nochmals erhitzen Läuterzucker eingemacht. Die Gewürze habe ich auf die einzelnen Gläschen verteilt. Im Laufe der ganzen Prozedur hatte sich das Volumen der Nüsse etwa halbiert. Es war also gut, mit einem vollen 2,5 L Glas begonnen zu haben. Am Ende reichte das für 6 kleine Gläser.

Mit den Jahren sollen die Nüsse immer besser werden. Jetzt heißt es warten …

Immer wenn man mit den Nüssen hantiert, geht das nur mit festen Gummihandschuhen. Die Nüsse enthalten reichlich Gerbsäure, die durch Sauerstoff zu einer hartnäckig haftenden dunkelbraunen Farbe wird. Wegen der Gerbsäure müssen sie ja auch 14 Tage lang gewässert werden.

Etwas weniger Ruhe brauchen Nusswein und Nusslikör.
Dazu hatte ich mir nochmal etwas über 100 Nüsse besorgt. Die reichten dann genau für ein 2,5 L -Ansatz Likör und für 4 x 2,5 L Nusswein.

Für den Nusswein werden pro 2,5 L Glas 16 grüne Nüsse geviertelt (etwa 450 g). Dazu kommen 1/2 längs aufgeschnittene Vanilleschote, 3 Nelken, 1 Stück Orangenschale, 85 ml Wodka, 210 ml karamellisierter Läuterzucker und etwa 1,8 L Wein. Ich habe einen Weißwein genommen, genaugenommen einen trockenen Silvaner vom Kaiserstuhl.

In den mir vorliegenden Originalrezepten wurde statt des Läuterzuckers jeweils Ahornsirup verwendet. Weil ein reichlicher Ansatz dann aber recht kostspielig wird, ist jemand auf die sparsame Idee gekommen, karamellisierten Läuterzucker zu verwenden. Und das geht so:

Für 1 L karamellisierten Läuterzucker läßt man in einem schweren, hellen Topf (optische Kontrolle!) 250 g Kristallzucker zu einem mitteldunklen Karamell schmelzen. Dann wird mit 250 ml Wasser abgelöscht: VORSICHT – das zischt und brodelt. Der Karamell verfestigt sich sofort und man muss einige Minuten geduldig rühren, bis er sich wieder gelöst hat. Dann werden weitere 750 g Zucker darin aufgelöst und alles wird auf 1 L Volumen mit Wasser aufgefüllt. Das Ganze kocht jetzt etwa 10 min. blubbernd vor sich hin, kühlt ab und ist fertig zum Gebrauch. Da je 210 ml davon für meine 5 großen Gläser insgesamt brauchte, war die Menge gerade recht.

Beim Nusslikör besteht der 2,5 L -Ansatz aus 38 geviertelten Walnüssen, 1 Vanilleschote (längs aufgeschlitzt), 2 Sternanis, 1 Stück Zimtstange, 2 dicken Scheiben Zitrone, 750 ml Wodka, 500 ml Noilly Prat dry (kein Martini oder Cinzano!) und 210 ml karamellisierter Läuterzucker.

Dieses Zeug könnte mir gefährlich werden, denn schon nach ein paar Tagen roch es teuflisch gut …

Alle Ansätze stehen im Weinkeller unter laufender Beobachtung. Später mehr.

3 Monate später:

Der Likör wird durch ein Feinsieb auf die endgültigen Likörflaschen verteilt. Er schmeckt gut, hat aber eine deutliche Gerbstoffnote, Geschmacksache.Der Nusswein wird ebenfalls auf die ausgespülten Weinflaschen (1 L mit Schraubverschluss) verteilt. Trinken kann man das Zeugs allerdings kaum: zuviel Gerbstoff.
Eine halbe Flasche des Nussweins wird zwischen allen möglichen anderen Flaschen in der Küche vergessen …

6 Monate später:

Da steht noch die halbe Flasche Nusswein rum. Schmeiss ich das Zeugs jetzt weg? Nochmal probieren …
Ungläubiges Staunen! Ein köstliches Tröpfchen! Zwar herb, aber nussig, weich, rund, wie ein sehr guter Sherry!
Auch der Nusslikör ist nun auch richtig gut!

Was ist mit den anderen Nusswein-Flaschen im Keller? – Leider immer noch zuviel Gerbstoff. Also: da muss Luft an den Stoff! Ich fülle eine Flasche zur Hälfte in eine zweite Flasche und lasse beide Flaschen in der Küche (magischer Ort!) stehen.

4 Monate später:

Zeit, Sauerstoff und Wärme haben den Nusswein köstlich reifen lassen: ein feines Tröpfchen.

Inzwischen ist ein ganzes Jahr vergangen und auch die Schwarzen Nüsse werden probiert:
Sie sind ganz weich geworden, lassen sich in dünne Scheibchen schneiden – süß, herb und oberköstlich! Mit den Jahren sollen sie noch besser werden, oh Mann! Ich muss auch dieses Jahr unbedingt wieder Nüsse einlegen …

… zurück …

Sashimi vom Loup de mer auf Italienische Weise

13.07.2007 vonFranz

recipe in English


Japanisch – Italienisch? – Hier ist ein ungewöhnlicher, besonders feiner Fischgang für ein Menü. Auch Leute, die eigentlich keinen rohen Fisch mögen, werden begeistert sein. Der Fisch muss natürlich taufrisch und von bester Qualität sein. Dieses Rezept ist auch mein Beitrag für The Heart of the Matter #5 – Waterlife

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1
Titel: Sashimi vom Loup de mer “Italia”
Kategorien: Fisch
Menge: 6 Portionen

Zutaten:
6 Filethälften vom Loup de mer (ohne Haut)
1 Schale Chiso-Kresse (oder Gartenkresse, Brunnenkresse)
200 ml Olivenöl
50 ml Sojasauce
50 ml Zitronensaft
4 Essl. Balsamico
Salz und Pfeffer

Quelle:
Steffen Henssler, ndr
– Erfasst *RK* 13.07.2007 von
– Franz Schumacher

Zubereitung:
Öl in einem Topf erhitzen. Die Fischfilets mit langen, schrägen Schnitten ziehend in möglichst dünne Scheiben schneiden. Die Scheiben sollten nur wenige Millimeter dick sein. Scheiben flach auf einer großen Platte verteilen und ordentlich mit Salz (Fleur de sel) und Pfeffer (schwarz, frisch gemörsert) würzen.
Die Kresse hacken und darüber geben. Dann das heiße Öl mit einem Löffel direkt auf den Fisch und die Kresse auftragen – dadurch gart der Fisch. Danach etwas Ponzu-Soße (Sojasoße 1:1 mit frisch gepresstem Zitronensaft vermischt) und etwas Balsamico-Essig darüber geben.

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Durch das Übergießen mit dem heißen Olivenöl gart der Fisch ein bisschen an und ist nicht mehr absolut roh. Durch den Wassergehalt der Kresse zischt und spritzt es ganz gut auf der Platte. Man sollte sich also gut üpberlegen, wo man das Öl darübergießt und gegebenenfalls die Umgebnung mit etwas Küchenpapier schützen. Auch den Plattenrand muß man danach etwas trockenwischen.
Natürlich kann man auch andere Fische für dieses Gericht verwenden. Sie sollten aber ein festes Fleisch haben und nicht zu empfindlich sein. Mein Fischhändler meint, auch Zander würde sich gut dafür eignen. Aber ich finde, Seewolf schmeckt um Klassen besser.

Mit der Ponzu-Sauce und dem Balsamico sollte man etwas vorsichtig sein. Alle Säfte zusammen tunkt man am besten mit einem frischen Stück Brot vom Teller.

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