Go to content Go to navigation Go to search

Dasselbe in Grün

05.06.2008 von Franz

Für regelmäßige Leser dieses Blogs ist Farinata nichts Neues. Vor einiger Zeit habe ich mal eine Farianta mit geröstetem Kichererbsenmehl (aus dem Reformhaus) vorgestellt, die wie kleine Küchlein oder Gebäckstückchen serviert werden. War nicht schlecht.

Um die Entstehung der Farinata ranken sich Gerüchte: angeblich erlitten Genueser Seeleute mit einer Ladung Kichererbsenmehl Schiffbruch und schoben daraufhin das nasse Mehl einfach in den Ofen.
Ganz so einfach wollen wir es uns nicht machen und dies hier ist auch etwas völlig anderes: zu den Kichererbsen kommen frische, grüne Erbsen.

Das Ergebnis kann sich nicht nur sehen lassen, auch geschmacklich überrascht der farbenfrohe Kuchen, den ich abgekühlt und von marinierten Zucchinistreifen und Fenchel begleitet als Antipasti-Teller serviert habe – einfach köstlich.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4

Titel: Farinata di piselli (Kichererbsen und grüne Erbsen als Fladen)
Kategorien: italienische Küche, Antipasto
Menge: 6-12 Personen

Zutaten:
100 g Kichererbsenmehl
4 Schalotten
700 g Tiefkühlerbsen
1 Sträußchen Salbei
2 Scheiben roher Schinken (120 g)
Pfeffer aus der Mühle o Salz
2 Eier a Olivenöl
60 g Pinienkerne
Rosmarin

Quelle:
frei nach “LA CUCINA ITALIANA” 3/2008
– Erfasst *RK* 22.05.2008 von
– http://www.einfachkoestlich.com

Zubereitung:
Das Kichererbsenmehl mit 250 ml Wasser glatt rühren. Eine Prise Salz dazugeben und den Teig ca. 30 Minuten ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Schalotten in Stücke schneiden. Die Erbsen gefroren in einen Topf geben. Den Salbei, die Schalottenstücke, die Schinkenscheiben, 250 ml Wasser dazugeben und das Ganze bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten schmoren.
Wenn die Erbsen gar sind, den Salbei herausnehmen. Den Schinken ebenfalls herausnehmen und beiseite legen. Die Erbsen und die Schalotten pürieren.

Den Schinken in kleine Würfel schneiden. Das Erbsenpüree in eine Schüssel geben. Mit dem Kichererbsenteig, den Eiern, Salz, reichlich frisch gemahlenem Pfeffer und den Schinkenwürfeln vermengen.
Den Boden einer Kuchenform (ca. 28 cm) mit Backpapier auslegen (das Papier haftet besser, wenn man die Form vorher mit Butter einfettet). Die Form mit reichlich Olivenöl ausstreichen.

Den Teig in die Form füllen. Mit den Pinienkernen und gehackten Rosmarinblättchen garnieren und bei 190 Grad C ca. 50 Minuten backen. Den Kuchen warm servieren. Man kann ihn für sich, auch als kalte Vorspeise, genießen oder als besondere Beilage zu gebratenem Fleisch reichen.

=====

Zufällig gab’s im TV auch Farinata: in der von mir heißgeliebten arte-Reihe „Zu Tisch in …“ – Ligurien wurde Farinata als schnelles, einfaches Mittagsgericht vorgestellt.
Beim Nachkochen war schnell klar, dass mit den Mengenangaben etwas nicht stimmte, sie hätten für einen atombombensicheren Zement gereicht. Ich habe mir erlaubt, etwas zu korrigieren.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4

Titel: Farinata con cipolle e prezzemolo (Kichererbsenkuchen mit Zwiebeln und Petersilie)
Kategorien: italienische Küche
Menge: 6-8 Personen


Zutaten:
300g Kichererbsenmehl
ca.600 – 800 ml Wasser
Salz
Frühlingszwiebeln (oder weiße Zwiebelringe)
Petersilie (oder Rosmarin)

Quelle:
frei nach “Zu Tisch in Ligurien” arte, 5/08
– Erfasst *RK* 22.05.2008 von
– http://www.einfachkoestlich.com


Zubereitung:
2 Liter Wasser zum Kochen bringen und gut salzen. Das leicht abgekühlte Wasser nach und nach mit dem Kichererbsenmehl vermengen und mögliche Klümpchen auflösen. Der Teig hat die richtige Konsistenz, wenn er immer noch flüssig ist.

Den Farinatateig in eine Backform gießen, Olivenöl darübergeben, mit Frühlingszwiebeln und/oder Petersilie bestreuen und 20 Minuten im Ofen goldgelb und knusprig backen.

=====

So zubereitet kam ein einfacher, sättigender und sehr schmackhafter Kuchen heraus, dessen Konsistenz an Polenta erinnert. Auch kalt und zwischendurch ein schöner Imbiss, besonders, wenn man das Gläschen Wein dazu nicht vergisst …


… Home …

Karate-Kuchen

12.05.2008 von Franz

Bei CookbookCatchall habe ich diesen schönen und köstlichen Marmor-Tee-Kuchen gefunden, gerade noch rechtzeitig für meinen Beitrag zum Cake-Event:


========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4

Titel: Matcha-Marmorkuchen
Kategorien: Kuchen
Menge: für 1 Kastenform ca. 26 cm

Zutaten:
125 g weiche Butter
180 g Zucker
20 g Vanillezucker
250 g Weizenmehl
1 TL Backpulver
1 TL Salz
2 große Eier (L)
250 ml Sauerrahm oder Creme fraiche
1-2 TL Matcha (japanisches grünes Teepulver)

Quelle:
frei nach “CookbookCatchall
– Erfasst *RK* 10.05.2008 von
– http://www.einfachkoestlich.com

Zubereitung:
Mehl mit Backpulver und Salz mischen.

Die weiche Butter mit Zucker und Vanillezucker hell und cremig rühren (3-4 min.).

Mehlmischung und Sauerrahm abwechselnd nach und nach unter die Buttercreme rühren.

Ein Drittel des fertig gerühreten Teigs abnehmen und 1-2 TL Grüntee-Pulver untermischen.

Eine Kastenform ausbuttern und mit Mehl oder Grieß abstäuben.

1/3 des gelben Teigs vorsichtig auf dem Boden der Form verteilen.
Darauf die Hälfte des grünen Teigs.


Dann wieder 1/3 des gelben Teigs, die zweite Hälfte des grünen und abschließen mit dem Rest des gelben Teigs.


Mit einem breiten Messer, z.B. einem Nagiri Gemüsemesser, oder einem Spachtel ein paar mal durch die Teigschichten stechen, um das Innere zu marmorieren.

Backofen vorheizen auf 170 Grad C Umluft (190 Grad C Ober-/Unterhitze) und den Kuchen etwa 50 - 60 min. backen,


bis an einem Hölzchen, das man in den Kuchen sticht, kein Teig mehr kleben bleibt.
Sollte die Oberfläche zu stark bräunen, evtl. mit einem bebutterten Blatt Alufolie abdecken.

Kuchen etwa 10 min. in der Form auskühlen lassen, dann vorsichtig stürzen und auf einem Gitter weiter auskühlen lassen.

=====

Beim Einstechen und Durchmischen der Teigschichten war ich wohl nicht energisch genug. Möglicherweise lässt sich mit ein paar flinken Karateschlägen eine schönere Marmorierung herstellen. Falls ein Kampfsport-Kundiger dies liest, wäre ich dankbar für einen Kommentar - oder besser noch - eine kleine Ablauf-Dokumentation mit 2 bis 3 Phasenfotos.


Die Sahne ist übrigens konventionell mit dem Mixer geschlagen.

… Home …

Froh zu sein bedarf es wenig

22.04.2008 von Franz

Viel Arbeit gab’s in den letzten Tagen und deshalb wenig Zeit, über neue Gerichte und jüngst Gekochtes hier zu posten. Na klar, am Herd war ich fast täglich, habe auch fleißig fotografiert, aber für das Einstellen in den Blog hat es dann doch nicht gereicht.

Deshalb hier als Erstes ein superschnelles, einfaches, köstliches Dessert: Gefüllte Filo-Beutel, das ich täglich essen könnte, für das man nur ganz wenige Zutaten braucht, und die hat man eigentlich immer im Haus:

hauchdünne Filoteigblätter (TK oder Kühlregal)

Käse (hier ein würziger Schweizer Bergkäse)

etwas festes Obst (hier ein Stück Birne)

1 Ei

schwarzer Pfeffer

Butter

Honig (oder Fruchtsirup)

Puderzucker

Die Filoteigblätter werden geviertelt, sodass Quadrate von etwa 15 cm Seitenlänge entstehen. Jeweils zwei Blätter werden um 45 Grad verdreht mit einem Klecks verschlagenem Ei in der Mitte zusammenverklebt, dass ein Stern entsteht. In die Mitte werden feingewürfelte Käse- und Birnenstückchen gehäuft, mit Pfeffer bestreut und mit einem kleinen Stückchen Butter belegt.

Die Ecken des Filosterns mit Ei bepinseln und die Ecken über der Füllung zu einem Säckchen zusammenkleben. Die Filosäckchen auf ein Backblech stellen, mit etwas Ei bepinseln und im auf 180 Grad C vorgeheizten Backofen mit Umluft etwa 8 min. goldbraun backen.


Auf Teller setzen und mit Honig und Puderzucker dekorieren - fertig. Die ganze Aktion dauert keine Viertelstunde.

Aber da waren doch 4 Beutel auf dem Backblech!? – Richtig, eines musste ich meiner Frau abtreten (sie wollte wirklich nur eins), aber die 3 Stück auf meinem Teller sind gerade recht pro Person als pikantes, süßes, himmlisch leichtes Dessert.
… Home …

hauchzart hingezaubert

18.03.2008 von Franz

2 : 3 : 5 heißt sie, die Zauberformel, mit deren Hilfe die wunderbar zartesten Pfannküchlein entstehen, z.B.

120 g Mehl : 180 g Vollei : 300 ml Milch.

Dazu kommen eine gute Prise Salz und 2 Std. besser: 6 Std. Ruhezeit, abgedeckt im Kühlschrank. Da können sich Mehl und Ei – wie beim Nudelteig – innigst verbinden. Daraus werden dann hauchdünne Crepes gebacken, die - genau wie dünne Nudeln – nicht reißen und nicht brechen.

Aus den angegebenen 600 g Teig sollten etwa 10 hauchdünne Pfannkuchen werden, bei mir war das in einer 26 cm Pfanne so.

Fertige Pfannküchlein hält man im Backofen bei etwa 60 Grad C warm, während man den Teig mit je einem TL Butter oder Olivenöl nach und nach verbackt.

Die Duttenhofers haben letzten Freitag im WDR Fernsehen gezeigt, wie man so mit wenigen weiteren Zutaten ein regelrechtes Festessen aus den Pfannkuchen zaubern kann.

Ich habe beim Zuschauen sofort großen Appetit bekommen (wie immer!), und am nächsten Morgen gab es Apfelpfannkuchen zum Frühstück – phenomenal.

Zusätzlich war vom letzten Bolognese-Exzess noch ein stattlicher Rest Ragu übriggeblieben, den zog ich noch nachts vom Eis. Tags darauf blieb nur noch eine Bechamelsauce zu kochen:

Mehl in Butter oder Öl anschwitzen,
mit Milch zu einer dickflüssigen Sauce kochen,

zum Würzen 1 ganze Zwiebel, 1 Lorbeeblatt, 3 Nelken oder Pimentkörner, 1 Knoblauchzehe mitkochen, später herausnehmen

und das Ganze abschmecken mit Zitronensaft, einer Prise Zucker, Salz, Pfeffer, Muskat.

Wer nun die dünnen Pfannkuchen mit etwas Ragu, ein paar Tropfen Bechamel und Parmesan bedeckt und so wie ich übereinander stapelt, wird mit einer ansehnlichen Lasagne belohnt. Oben drauf kommen nur Bechamel und ein paar Stückchen Mozzarella. Das Ganze wandert für etwa 30 min bei 150 Grad C in den Umluftofen.

Wer mag, streut gehackte Chilis zwischen die Lagen, auf jeden Fall aber Basilikum obendrauf.

Genau betrachtet ist Lasagnekochen also gar nicht schwierig. Ich hatte mich immer wieder etwas schwergetan mit großen, selbstgemachten Nudelblättern,

das war immer recht glitschig und nass und hielt auch kaum zusammen. So war mir letztens auch ein „Portions-Lasagne“, die ich Claudia von Fool for Food großmäulig vorgeschlagen hatte (Verzeihung!), optisch gründlich misslungen.

Aus Pfannküchlein dagegen hält die Lasagne rutschsicher und ist mindestens genauso köstlich wie aus Pastablättern, deren im Ofen unbedeckte Spitzen oft unangenehm hart und trocken werden.

Man sollte darauf achten, dass die Pfannküchlein und Auflagen sehr, sehr dünn bleiben, sonst entsteht leicht eine Magenbombe wie mein gefüllter Pfannkuchen mit Hühnchensugo (sieht aus, wie von Horst Lichter zusammengepanscht, nicht?). War aber ziemlich lecker.


Aus den letzten beiden dünnen Pfannküchlein entstand dann auch noch ein von Martina Meuth vorgeschlagenes Dessert: Pfannkuchen mit Quarkfüllung.

Auch sehr köstlich, wobei für meinen Geschmack die Schokoladensauce nicht sehr gut mit dem säuerlichem Quark und Zitronensaft harmoniert. Ich schlage stattdessen eine Ricottacreme mit Birnenstückchen vor. Machen Sie, was Sie wollen: einfach köstlich werden die Röllchen immer sein.

… Home …

Volldampf mit Helau

05.02.2008 von Franz

Karnevalszeit ist Krapfenzeit. Das süße Ölgebäck wärmt, sättigt und schmeckt allen jecken Schleckermäulern. Wer so was will, seien die Venezianischen Krapfen wärmstens empfohlen.

Hier geht es um Dampfgebäck zur Karnevalszeit, denn genau das haben die Duttenhofers letzten Freitagabend pünktlich zu den tollen Tagen serviert. Und weil sie viele nicht süße, sondern herzhafte Varianten vorgestellt haben, musste ich gleich ein paar Rezepte nachkochen.

Ausgangspunkt ist ein Hefeteig, bei mir in der salzigen Version.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

Titel: Hefeteig
Kategorien: Grundrezept
Menge: 1 Rezept


Zutaten:
500 g Mehl
1/2 Würfel Hefe
Ca. 125 ml Milch
100 g Butter
1/2 TL Zucker
1/2 TL Salz (für den süßen Hefeteig bis zu 100 g Zucker, 1 Prise Salz)
2 Eier
1 EL Zitronensaft
abgeriebene Zitronenschale


Quelle:
frei nach Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer
– Erfasst *RK* 05.02.2008 von
– http://www.einfachkoestlich.com


Zubereitung:

Das Mehl in die Rührschüssel der Küchenmaschine sieben. Die Hefe in einer Tasse in einem guten Schuss lauwarmer Milch auflösen. In eine Kuhle ins Mehl schütten und zugedeckt zehn Minuten gehen lassen.

Die Butter schmelzen. Die Maschine einschalten und die flüssige Butter dazugeben – aber nicht direkt auf die Hefe. Den Zucker und das Salz, die Eier, die abgeriebene Zitronenschale und den Zitronensaft ebenfalls hinzufügen, dabei so viel Milch angießen, wie nötig. Kneten, bis sich der Teig glatt von der Schüssel löst.

Eine Stunde an einem warmen Ort gut zugedeckt gehen lassen, bis der Teig sich etwa verdoppelt hat. Dann nochmals durchwalken und auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 2 Zentimeter dick ausrollen.

Den Teig wie beschrieben ausrollen. Kreise ausstechen, jeweils einen Löffel Füllung in die Mitte setzen, den Teig darüber verschließen und Bällchen formen.

Die gefüllten Dampfnudeln mit der Nahtstelle nach unten auf einer bemehlten Fläche nochmals gehen lassen. Dann mit etwas Abstand voneinander auf ein mit Öl bepinseltes Dämpfsieb setzen. Zugedeckt über Dampf etwa zwölf bis fünfzehn Minuten garen. Sie sind dann aufgegangen und prall, und die Füllung ist gar.

=====


Aus dem Teig sticht man nun z.B. mit einem Glas Ringe von 8 bis 10 cm Durchmesser aus, drückt sie etwas flach auseinander und füllt sie dann mit herzhaft gewürztem Hackfleisch.

Die Teigränder werden über das Hackfleisch gezogen, am Rand gut zusammengedrückt und schließlich zu einer Kugel gerollt. Mir wollte das nicht recht gelingen, deshalb habe ich das Runden gelassen und einfach große Ravioli oder Piroggen geformt.

Mit meinen 10 Piroggen hatte ich natürlich weder den angesetzten Teig, noch mein Pfund Hackfleisch verbraucht. Also habe ich aus dem Hackfleisch kleine Frikadellen gebraten, die kann man auch gut nebenbei „einatmen“.

Die Piroggen habe ich mir einer Zwiebelsauce serviert:
3 mittlere Zwiebeln schälen, in Halbringe schneiden und mit etwas Salz und Zucker in Olivenöl karamellisieren.
Ablöschen mit einem Schuss Rotwein, etwas Fleischbrühe und etwa 150 ml passierten Tomaten. Alles einkochen lassen und mit Salz, Pfeffer, Piment d’Espelette (oder Cayenne) abschmecken. Die Piroggen auf der Zwiebelsauce anrichten und mit gehackter Petersilie und ein paar Tropfen Olivenöl besprenkeln.


Der Hefeteig wurde dagegen in Öl zu kleinen Knabbereien ausgebacken. Davor hatte ich den Teig gedrittelt und mit 1 TL Currypulver, 1 TL scharfem türkischen Paprikaschrot und das letzte Drittel mit etwa 40 g geriebenem Parmesan verknetet.


Der Teig wird jeweils einen halben Zentimeter dünn ausgerollt und in Streifen von etwa 3 x 12 cm geschnitten oder gerädelt. An einer Seite wird ein Schnitt von etwa 3 cm längs in die Mitte des Teiges gemacht und das entgegen gesetzte Teigende wird dort hindurchgezogen.


Diese kleinen Knoten frittiert man portionsweise in Öl. Hierzu geben die Duttenhofer im Begleitmaterial zur Sendung viele gute Tipps. Man kann sich den Film auch im Internet ansehen.

Die Curry- und die Paprika-Knoten fand ich ganz hervorragend. Der Parmesan verträgt meiner Ansicht nach überhaupt nicht gut die Frittierhitze und schmeckt angebrannt, obwohl er in den Teig geknetet war.

Das Gebäck schmeckt lauwarm am Besten, lange vorbacken und aufbewahren, auch für den nächsten Tag, ist längst nicht so gut.



… Home …

Auf Trüffelsuche

22.12.2007 von Franz

bin ich schon seit einiger Zeit. Ein gutes Rezept für die edlen Schokoladentrüffel, das mich rundherum ;-) überzeugt, musste ich mir schließlich selbst zusammenbauen. So habe ich hier und da ein bisschen was geklaut, manches ausprobiert und folgendes noch gerade eben rechtzeitig zum Fest für gut befunden:

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

Titel: Schokoladentrüffel
Kategorien: Pralinen
Menge: ca. 25 Stück


Zutaten:
160 g dunkle Schokolade (mindestens 70 % Kakaoanteil)
100 g Sahne
1 EL weiche Butter (25 g)
5 EL Whisky (40 ml)
1 Mssp. Piment d’Espelette (0,5 g)
1 Mssp. Zimt (0,5 g)
3 Kapseln Kardamom
3-4 EL echtes Kakaopulver (keine Trinkschokolade!)


Quelle:
– Erfasst *RK* 22.12.2007 von
– Franz Schumacher


Zubereitung:
Schokolade mit einem scharfen Messer in kleine Stücke schneiden, zusammen mit der weichen Butter, dem Whisky, Piment d’Espelette und Zimtpulver in eine vorgewärmte Schüssel geben.

Kardamomsamen aus den Kapseln nehmen und mit der Sahne kurz aufkochen, durch ein Sieb über die Schokolade schütten, einmal umrühren und etwa 5 min. ruhen lassen. Dann mit einem Spatel verrühren, bis eine Schokoladencreme ohne Klümpchen entstanden ist.

Sollte sich die Schokolade noch nicht ganz aufgelöst haben, die Schüssel für 30 min. bei 50 Grad C in den Backofen stellen.

Wenn die Schokolade aufgelöst ist, die Masse erkalten lassen. Dann mit einem Löffel oder Kugelausstecher in etwa 25 Stückchen teilen, in den Handflächen (evtl. mit Latexhandschuhen) zu Kugeln rollen und schließlich mit Kakao überziehen.

Über Nacht in den Kühlschrank stellen und gekühlt servieren.

Die Schokotrüffel halten sich etwa 2 Wochen im Kühlschrank.


http://www.einfachkoestlich.com

=====


Natürlich hängt die Qualität der Trüffel in erster Linie von der Güte der Schokolade ab. Aber die Würze bringt letztlich das besondere Aroma. Und der Kick ist die samtig weiche Oberfläche und der kühle Kern.


Eigentlich ist das Ganze kinderleicht und einfach herzustellen, wie auch der „Minimalist“ Mark Bittman in seinem Chocolate-Ganache-Video zeigt. Auf der Seite gibt es noch weitere interessante Videorezepte.

Leider machen diese Schokaladentrüffel süchtig, und ich weiß noch nicht so recht, wie ich im kommenden Hochsommer ohne Klimaanlage in der Küche meine tägliche Ration produzieren soll.

Engelchens Backstube

14.12.2007 von Franz

Fleißig, fleißig! Das Lob und mein Dank gilt all den Engeln und Christkindern, die in der himmlischen Backstube so eifrig Weihnachtsplätzchen gebacken und ihre göttlichen Rezepte so großherzig preisgegeben haben.

Einige, die mir besonders gut gefielen, habe ich nachgebacken, für alle fehlt mir leider die Zeit.

So gibt es in diesem Jahr neben den Baci alla cioccolata, den Cantuccini, dem Haselnuss-Shortbread auf meinen Adventstellern auch die herrlichen toskanischen Viallinis von Kochblogger. Beim nächsten Mal werde ich eine Variante mit ein paar Pinienkernen mehr versuchen, sie vorher anrösten und zum Teil kleinhacken.

Ein köstliches Rezept kam mit den Brunsli von Chili und Ciabata. Beim Backen werde ich nächstens besser aufpassen: 4 min. als Backzeit sind genau richtig angegeben. Danach kommt bald der kritische Punkt, an dem die angetrocknete äußere Schicht bricht und die geschmolzene Schokolade durchkommt und in die Breite fließt.

Die Engelsaugen der Hedonistin schmelzen zart und fruchtig auf der Zunge. Statt des Lime-Gelees hatte ich nur Orangengelee im Haus. Mit Limettenschale und –saft war das auch sehr lecker. Damit er mir nach dem Backen nicht aus den Plätzchen fließt habe ich den Gelee mit etwas zusätzlicher Gelatine angedickt.

In ein paar Tagen werde ich wohl noch ein paar Schokotrüffel machen, dann ist Heiligabend und der Christstollen ist zum Anschnitt bereit.

Stippen erwartet

12.12.2007 von Franz

„Stippen“ bedeutet hier im Rheinland „eintauchen“, zum Beispiel das Brot in die Sauce oder das Plätzchen in den Kaffee. Etikette hin, Geschmack her: die Landschaft, wo das Einstippen nicht nur erwünscht, sondern sogar ausdrücklich erwartet wird, liegt im Herzen Italiens, in der Toskana. Aus Prato nahe Florenz kommen die kleinen harten Gebäckscheibchen, Cantuccini genannt. Es ist eine traditionelle Art süßer Zwieback mit Mandeln, den man am besten kurz in ein Gläschen Vin Santo eintaucht, das nur zu diesem Zweck auf dem Tisch bereitgestellt wird. Das weicht das Hartgebäck nicht nur an, sondern schmeckt – Sie wissen schon - einfach köstlich. Natürlich bekommt jeder für sich zusätzlich ein Gläschen Vin Santo zum Trinken gereicht.

Ein schönes, einfaches Cantuccini-Rezept haben die Duttenhofers vor ein paar Wochen in ihrer Sendung „Weihnachtsgebäck“ vorgestellt. Ich habe die Cantuccini heute nachgebacken. Bis auf eine kleine Backzeit-Korrektur, die ich unten bereits vorgenommen habe (jeder Ofen ist bekanntlich anders), funktioniert das Duttenhofer-Rezept mal wieder hundertprozentig, vielen Dank.
Ich finde, meine Cantuccini sind ein bisschen zu dunkel geworden und ich habe sie etwas zu breit geschnitten - trotzdem lecker.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

Titel: Cantuccini
Kategorien: Gebäck
Menge: etwa 70 Stück


Zutaten:
200 g Mandeln
3 Eier
250 g Zucker
3 EL Vanillezucker (das Ausgekratzte einer Vanilleschote, vermischt mit 3 EL Zucker)
geriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
1 Prise Salz
etwa 400 g Mehl
1/2 Päckchen Backpulver

Quelle:

Von Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer
– Erfasst *RK* 12.12.2007 von
– Franz Schumacher


Zubereitung:
In einer Pfanne oder auf einem Blech im auf 175 Grad Celsius vorgeheizten Backofen die Mandeln unter Rühren kurz anrösten (maximal acht Minuten) und zur Seite stellen.

In einer breiten Schüssel drei Eigelbe mit 250 Gramm Zucker und drei Esslöffeln Vanillezucker verrühren.
Eiweiße mit der Prise Salz zu steifem Schnee schlagen. Portionsweise unter die Eigelbmasse ziehen. Dann abgeriebene Schale der Zitrone und die gerösteten, inzwischen etwas abgekühlten Mandeln untermischen.

Das mit dem Backpulver vermischte Mehl über die Masse sieben. Alles mit der Hand zu einem Teig verkneten, eventuell noch etwas Mehl einarbeiten.

Vier Teigrollen mit einem Durchmesser von etwa 2 Zentimetern formen und auf das mit Backpapier oder Backfolie belegte Blech legen, etwas flach drücken, damit die Cantuccini später ihre typische ovale Form erhalten.

Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Celsius (Heißluft) beziehungsweise 200 Grad Celsius (Ober- und Unterhitze) etwa 25 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist. Herausnehmen und die Rollen sofort, also noch heiß, mit einem scharfen Messer schräg in höchstens (!) 1 Zentimeter breite Scheiben schneiden.

Diese Kekse nun alle noch einmal – diesmal mit der Schnittfläche nach oben – auf dem Blech ausbreiten und bei gleicher Hitze weitere acht bis zehn Minuten bräunen.

http://www.einfachkoestlich.com

=====

Dieses köstliche Mandelgebäck kann man fabelhaft auf Vorrat backen. Es hält sich in einer gut schließenden Blechdose wochenlang.

Getränk: Ein „Vin Santo“ ist der „heilige Wein“ der Toskana, der aus getrockneten Beeren oder spät gelesenen Beeren der Trockenbeerenauslese gemacht wird. Er sollte alt und in kleinen Holzfässern gereift sein.

Küsschen, Küsschen

03.12.2007 von Franz

Ilva von Lucullian delight hat wunderschöne Baci alla cioccolata gebacken, die ohne Umweg auf Platz 1 meiner Nachback-Liste landeten. Es hat mich einiges an Mühe gekostet, aber die Ergebnisse sind es auf alle Fälle wert.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

Titel: Baci alla cioccolata (Schokoladen-Küsschen)
Kategorien: Gebäck, Plätzchen
Menge: ca. 100 Stück

Zutaten:
60 g gemehlene Mandeln
180 g Mehl
45 g Kakaopulver (ungesüßt, z.B. Holländisches)
1/4 TL Backpulver
1 Prise Salz
125 g Butter
100 g Zucker
1 Tütchen Vanillezucker
1 EL Rum
Zucker zum Rollen
Schokoladen-Füllung:
100 g Bitterschokolade
1 El Butter
70 ml Sahne
1 EL Rum


Quelle:
frei nach “Gina de Palma: Dolce Italiano”
– Erfasst *RK* 03.12.2007 von
– Franz Schumacher


Zubereitung:
Mandeln schälen, in einer trockenen Pfanne anrösten, abkühlen lassen und mit einem TL Zucker zermahlen.

Mehl, Kakao, Backpulver und Salz vermischen.

Weiche Butter und Zucker mit dem Handmixer hell und cremig rühren, dann den Rum und den Vanillezucker dazugeben. Zunächst die Mehlmischung und dann die gemahlenen Mandeln einrühren.

Den Teig zu einer Kugel formen und in Klarsichtfolie mindestens 1 Std. im Kühlschrank ruhen lassen.

Für die Schokoladenfüllung die Sahne kurz aufkochen, die Bitterschokolade in kleine Stückchen schneiden, Butter zugeben. Heiße Sahne über die Schokolade und die Butter gießen und etwa 5 min. stehen lassen, dann zusammen mit dem Rum zu einer Creme verrühren, abkühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren.

Den Plätzchenteig aus dem Kühlschrank nehmen, vierteln und in den Händen weich und geschmeidig kneten, zum Portionieren rollen und in kleine Stückchen von etwa 7-8 g Gewicht aufteilen.

Die Stückchen in den Handflächen zu Kugeln rollen, halbieren und in Kristallzucker wälzen.

Auf ein beschichtetes Backblech nebeneinander legen und leicht flachdrücken. Den gesamten Teig so verarbeiten (etwa 2 Bleche).

Backofen auf 150 Grad C Umluft vorheizen und die Plätzchen etwa 12 min. backen, herausnehmen, abkühlen lassen.

Von der abgekühlten Schokoladenfüllung kleine Kügelchen von etwa 3 g zwischen den Handflächen formen, zwischen zwei Plätzchen klemmen und zu einer Baci-Kugel zusammenfügen. Evtl. die Schoko-Kugeln erst auf die Unterseite eines Plätzchens drücken und im lauwarmen Ofen warm und geschmeidig werden lassen, bevor man zwei Plätzchen mit der Schokocreme dazwischen zu einer Baci-Kugel leicht zusammendrückt.

http://www.einfachkoestlich.com

=====

Wichtig ist, wirklich sehr kleine Plätzchen zu backen. Ich habe drei Anläufe gebraucht (im Bild der zweite), bis meine Baci endlich mundgerecht klein waren. Wenn sie zu groß sind, kann man sie nur schwer essen. Außerdem sind sie durch die Schokolade ziemlich üppig – aber schmecken sehr, sehr lecker.

Beim nächsten mal werde ich die Schokocreme kräftig mit Whisky aromatisieren, so, wie es Jean Claude Bourgueil mit seiner Mousse a chocolat macht. Neben dem Shortbread (diesmanl mit angerösteten Haselnüssen) waren die Baci gestern der absolute Renner beim Nachmittags-Kaffee.

Lohn der Angst

30.11.2007 von Franz

Wie wird er sein? Ein Feuerwerk weihnachtlicher Düfte? Ein wollüstiger Gaumenschmaus, üppig und saftig? - Bange, quälende Fragen, die allerdings vor Heiligabend nicht beantwortbar sind, denn bis dahin liegt er dick in Folien verpackt im Weinkeller und reift, um dann endlich sein volles Aromabukett entfalten zu dürfen. Deshalb sollten Sie sich jetzt sputen mit der Stollenbäckerei.

Genau, dieses Jahr habe ich unseren Christstollen selbst gebacken.
Das Rezept ist von Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer, denen ich in solch heiklen Koch- und Backangelegenheiten aus Erfahrung gerne vertraue.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

Titel: Christstollen
Kategorien: Backen, Weihnachten
Menge: 2 Stollen


Zutaten:
Füllung:
125 g Korinthen
125 g Rosinen
100 g Zitronat
100 g Orangeat
150 g gehackte Mandeln
circa 0,1 l Cognac
Brandteig:
¼ l Wasser
100 g Butter
125 g Weizenmehl
3 Eier
25 g Zucker
Rührteig:
200 g Butter
100 g Zucker
1 Vanilleschote
1 Prise Salz
4 Tropfen Bittermandelöl
abgeriebene Schale von ½ Zitrone
je 1 Messerspitze gemahlener Kardamom, Nelke und Muskatblüte
1 Ei
1 Eigelb
400-450 g Weizenmehl
1 Päckchen Backpulver
Außerdem:
Mehl für die Arbeitsfläche
100 g Butter zum Bestreichen
circa 50 g Puderzucker zum Bestäuben


Quelle:
WDR, Martina Meuth, Bernd Neuner-Duttenhofer
– Erfasst *RK* 30.11.2007 von
– Franz Schumacher


Zubereitung:
Am besten bereits am Vortag Korinthen, Rosinen und die möglichst exakt gewürfelte Sukkade (Zitronat und Orangeat) in einer Schüssel mit Cognac bedecken und einweichen. Die Mandeln in einer Pfanne oder auf einem Blech im Backofen rösten, bis sie duften.

Für den Brandteig das Wasser mit der Butter in einer Kasserolle zum Kochen bringen. Den Topf vom Herd nehmen, das gesiebte Mehl auf einmal hineinschütten, sofort mit einem Kochlöffel so lange rühren, bis ein glatter Kloß entsteht. Den Topf wieder auf den Herd setzen, den Teigkloß eine Minute lang unter Rühren erhitzen, bis ein weißer Film den Topfboden bedeckt. Jetzt den Kloß in eine Schüssel geben, nach und nach die Eier und schließlich den Zucker darunterrühren.

Für den Rührteig die Butter mit dem Schneebesen schaumig rühren, dabei den Zucker hinzufügen. So lange schlagen, bis die Masse ganz hell und dick geworden ist. Die Vanilleschote aufschlitzen, das Mark herauskratzen und mit dem Bittermandelöl, der Zitronenschale, mit Nelkenpulver, Muskatblüte, Kardamom, der Salzprise, dem ganzen Ei sowie dem Eigelb unterrühren.
Das Mehl mit Backpulver vermischen und durchsieben. Die Hälfte davon esslöffelweise unter die Eiercreme rühren. Die restliche Hälfte auf der Arbeitsfläche flach verteilen. Darauf den Brandteig und den Rührteig geben und miteinander verkneten. Dabei so viel Mehl von der Arbeitsfläche einarbeiten, dass der Teig nicht klebt. Dann die eingeweichten Korinthen, Rosinen, Sukkade und gerösteten Mandeln unter diesen Teig kneten – wenn nötig, noch etwas mehr Mehl einarbeiten.
Zwei längliche Laibe aus dem Teig formen, ihnen die typische Stollenform – mit der Falte an der Seite – geben.

Die Laibe nebeneinander auf ein mit Backpapier oder Backfolie belegtes Blech legen und in den auf 200 Grad Celsius (Heißluft) beziehungsweise 220 Grad Celsius (Ober- und Unterhitze) vorgeheizten Backofen schieben. Nach zehn Minuten die Temperatur dann auf 160 Grad Celsius (180 Grad Celsius Ober- und Unterhitze) herunterschalten und noch circa 50 Minuten backen.
Wenn die Laibe eine braune Kruste aufweisen, mit einem Stäbchen einstechen und prüfen, ob sie innen ebenfalls gar geworden sind. Dies ist der Fall, wenn nichts daran kleben bleibt.

Die Stollen noch warm zweimal mit flüssiger Butter einpinseln und danach jedes Mal dick mit Puderzucker bestäuben.
Nach dem Abkühlen dicht in Alufolie einpacken und mindestens vier Wochen an einem kühlen Ort lagern. Danach nochmals mit Puderzucker bestäuben.

http://www.einfachkoestlich.com

=====

Ich habe keine Korinthen im Haus gehabt. Dafür ein paar Belegkirschen – wegen der Optik.
Der Cognac war ebenfalls knapp. Dafür gab’s einen Schuss Cointreau zusätzlich.

Hier sieht man sehr gut die verschiedenen Teige, die jetzt vermischt werden.

Man glaubt gar nicht, wie viel Früchte und Mandeln in so einen Teig hineinpassen.

Formen Sie Stollen mit guter Höhe. Meine Stollen sind leicht in die Breite gegangen. Die typische „Stollenfalte“ sollte ruhig gut ausgeprägt sein.

Geizen Sie nicht mit Butter und Puderzucker.
Erst wenn die Stollen ganz abgekühlt sind, sollten Sie sie in Alufolie dicht verpacken. Gehen Sie sehr vorsichtig vor, damit die Stollen nicht brechen, wie es mir mit dem ersten passiert ist.

Und jetzt heißt es warten …

Nachtrag 24.12.
Es hat sich gelohnt!

Der Stollen ist herrlich saftig, nicht zu süß und hat ein wunderbares Aroma von Gewürzen und den Nüssen. Im Grunde ist es der beste Christstollen, den ich je gegessen habe. Absolut nachahmenswert, aber jetzt haben wir ja erst einmal 11 Monate Zeit …

Pikant, pikant !

28.11.2007 von Franz

Zwei kleine Kuchen stehen auf dem Programm, mit Birnen und Feta-Käse als Dessert gedacht und mit Radicchio und Maronen, für alle, die es gern etwas kräftiger und deftiger haben.
Beide Rezepte haben es in sich. Die Stücke pro Person sollten also recht klein sein, besonders, wenn man sie als Teil eines Menüs plant.

Den ersten Kuchen habe ich bei der Hedonistin gefunden. Dort heißt er Feta-Tarte mit Äpfeln. Mir schien die Verbindung von Käse mit Birnen reizvoller, und so habe ich das Rezept verändert und als Quiche mit Birnen und Feta in einer kleinen Porzellanform von ca. 18 cm Durchmesser als Dessert nachgebacken.



========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

Titel: Quiche mit Birnen und Feta
Kategorien: Kuchen, Quiche, Dessert
Menge: 1 Form von 18 cm

Zutaten:
Teig:
80 g Mehl
70 g Feta
20 ml Wasser
20 ml Olivenöl
1 Tl Backpulver
1 Prise Salz
Belag/Guss:
300 g Birnenstückchen
Zitronensaft
100 g Creme fraiche
etwas Sahne
30 g Feta
5-6 Salbeiblätter
Salz, Pfeffer
Balsamico
Roter Pfeffer

Quelle:
frei nach http://hedonistin.blogspot.com/2007/11/feta-tarte-mit-pfeln.html
– Erfasst *RK* 25.11.2007 von
– Franz Schumacher

Zubereitung:
Die Teigzutaten glatt verkneten und in die Form drücken, dabei einen kleinen Rand hochziehen. Im Kühlschrank 30 min. quellen lassen, während die Birnen vorbereitet werden: schälen, entkernen, in Stückchen teilen und in Zitronensaft wenden.

Birnenstücke auf dem Teig verteilen. Form in den auf 175 Grad C (Ober/Unterhitze) vorgeheizetn Ofen schieben und ca. 15 min. vorbacken.

Für den Guss Feta mit Creme fraiche und etwas Sahne pürieren, Salbei unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nach etwa 15 Minuten Backzeit den Guss auf der Quiche verteilen. Temperatur auf 200 Grad erhöhen und die Quiche in weiteren 15-20 Minuten fertigbacken.

Mit Balsamico beträufelt und mit geschrotetem roten Pfeffer anrichten.

http://www.einfachkoestlich.com

=====


Diese Quiche eignet sich sowohl für ein Dessert, als auch für eine komplette Mahlzeit. Lauwarm schmeckt sie besonders gut.


Der zweite Kuchen ist etwas üppiger, was an dem gehaltvollen Teig und natürlich an der Maronen-Füllung liegt. Man sollte ihn in sehr schmalen Segmenten anbieten. Zusammen mit einem Glas fruchtigem Weißwein sind die jedoch schnell verputzt.


Vielleicht kann man den Butter- und Mandel-Anteil etwas reduzieren. Die Teigmenge ist für eine 24 cm – Springform recht großzügig bemessen.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

Titel: Radicchio-Kastanien-Kuchen
Kategorien: Kuchen, Quiche
Menge: 1 Springform 24 cm

Zutaten:
Teig:
225 g Mehl
100 g gemahlene Mandeln
50 g geriebener Grana Pardano oder Parmesan
200 g weiche Butter
1 Ei
1 Prise Salz
1 /2 TL Zimt, gemahlen
Belag/Guss:
1 mittelgroßer Kopf Radicchio
3 Schalotten
Olivenöl
Zucker
Salz, Pfeffer
1 Schuss Rotweinessig
40 g Sahne
3 Eier
20 g geriebener Grana Pardano oder Parmesan
200 g gekochte Esskastanien

Quelle:
frei nach La Cucina Italiana 1/07
– Erfasst *RK* 25.11.2007 von
– Franz Schumacher


Zubereitung:
Die Teigzutaten rasch zu einem geschmeidigen Teig verkneten und in Frischhaltefolie verpackt 1 Std. im Kühlschrank quellen lassen.

Etwa 2/3 des Teiges 3 mm dick ausrollen und eine gebutterte oder mit Backpapier ausgelegte Springform (24 cm) damit auslegen. Den restlichen Teig zu einer Rolle formen und einen Rand von 3-4 cm Höhe anlegen und mit einer Gabel festdrücken. Teigreste für den Belag beiseite legen. Den Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen, mit Backpapier auskleiden und mit getrockneten Hülsenfrüchten abdecken.

Im vorgeheizten Ofen bei 190 Grad C etwa 15 min. blindbacken. Dann Hülsenfrüchte und Papier entfernen und den vorgebackenen Boden abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die geschälten und feingeschnittenen Schalotten im Olivenöl anbraten, eine Prise Zucker einstreuen und den kleingeschnittenen Radicchio mitbraten und etwas karamellisieren lassen. Dann mit einem Schuss Rotweinessig ablöschen und mit Salz und Pfeffer pikant abschmecken, beiseite stellen.

Für den Guss die Sahne mit den Eiern und dem Käse, Salz und Pfeffer verquirlen.

Einen Teil der vorgegarten Kastanien mit dem Radicchio und den Schalotten auf dem abgekühlten Teigboden verteilen, ein paar ganze Kastanien oben auflegen. Den Eierguss darüberschütten und mit ein paar Teigstreifen verzieren. Teig mit einer Mischung aus einem Eigelb und etwas Sahne bestreichen und im auf 200 Grad C (Ober/Unterhitze) vorgeheizten Ofen etwa 20 bis 25 min. fertigbacken.

Abkühlen lassen und in kleinen Segmenten servieren.

http://www.einfachkoestlich.com

=====


Ein paar Glasmurmeln habe ich aus der Kindheits-Schatztruhe meiner Frau geliehen. Damit kann man hervorragend „Blindbacken“.


Zwischen den Zeilen

24.11.2007 von Franz

recipe in English



„Torta Margherita“ - eher gelangweilt überflog ich das simple Biskuitkuchen-Rezept. Beim letzten Satz: „ … man kann auch zwei geschälte Äpfel in kleinen Stücken in den Teig schneiden“ war mir aber klar, dass dies die Basis für ein hübsches und äußerst leckeres Kuchendessert sein könnte, das dann heißen könnte: „Torta Margherita con mele e la crema di menta“. Alsdann.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

Titel: Apfelbiskuit mit Minzecreme (Torta Margherita con mele e la crema di menta)
Kategorien: Kuchen, Dessert
Menge: 1 Blech


Zutaten:
3 Eier
300 g Joghurt
200 g Zucker
150 ml Sonnenblumenöl
450 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
2 Äpfel (ca. 400 g)
Minzecreme:
150 g griechischer Joghurt
50 ml Sahne
1-2 EL Zitronensaft
1 Prise Zucker
1 Handvoll Pfefferminzblätter
Minzeblättchen zur Dekoration
Puderzucker zum Bestäuben
Backpapier oder Butter


Quelle:
frei nach “La nonna, La cucina, La vita”
– Erfasst *RK* 23.11.2007 von
– Franz Schumacher


Zubereitung:
Joghurt, Eier und Zucker verrühren, dann auch das Öl einrühren.
Mehl mit Backpulver vermengen und ebenfalls unterrühren.
Äpfel schälen und entkernen, in kleine Stückchen schneiden und unter den Teig rühren.

Ein mindestens 4 cm hohes Backblech oder eine große Auflaufform mit Backpapier auslegen oder einbuttern. Den recht flüssigen Teig einfüllen und gleichmäßig verteilen.

Backofen auf 200 Grad C vorheizen (Umluft 180 Grad C) und den Biskuit ca. 25 min. Backen bis die Oberfläche schön hellbraun ist.

In der Zwischenzeit die Minzecreme-Zutaten mit dem Pürierstab fein zerkleinern, je nach gewünschter Konsistenz mehr oder weniger Sahne zugeben.

Leicht abgekühlten Kuchen in kleine Vierecke schneiden, mit Puderzucker bestäuben und mit der Minzecreme und kleinen Minzeblättchen dekoriert anrichten.

http://www.einfachkoestlich.com

=====

Das Rezept ist wieder einmal (leicht verändert) aus dem schönen Büchlein „La nonna, La cucina, La vita“ von Larissa Bertonasco, aus dem ich schon einige Rezepte gepostet habe.

Gegenüber dem Original habe ich in meiner Version den Zuckeranteil um 1/3 reduziert, da die Äpfel und der Puderzucker obenauf auch noch zusätzliche Süße einbringen.

Der Kuchen schmeckt lauwarm sehr gut, aber fast noch lieber mag ich ihn am Tag darauf, weil er mir dann noch saftiger und frischer scheint, besonders, wenn man ihn in kleine Stückchen schneidet und ihn leicht gekühlt als Dessert serviert. Sehr schön stelle ich mir auch ein Minzeparfait dazu vor …

« Previous Entries